Von San Francisco in die Nationalparks Yosemite, Kings Canyon und Sequoia, dann östlich der Sierra Nevada zu Mono Lake und Lake Tahoe

Yosemite - Kings Canyon - Sequoia - Eastern Sierra - Mono Lake - Lake Tahoe - Yosemite

Zeitaufwand: 3 Wochen
gefahrende Kilometer: ca. 3000
beste Jahreszeit: Mai

1. Tag, Mittwoch, 04.05.2016:
Ruhiger Flug mit der A380 nach San Francisco. Nach der Immigration fahren wir mit der BART (Bay Area Rapid Transit) bis zum Civic Center, laufen mit unseren Koffern steil aufwärts bis zur O'Farrell St zu unserem bei AirBnB gebuchten Zimmer, absolut ausreichend und sauber. Mit dem Bus gehts zum Embarcadero, im Markt kaufen wir Brötchen und Käse, dann laufen wir die Piers ab bis zum Pier39, fotografieren die Seelöwen, zurück bis zum Pier1 und dann mit der BART zum Civic Center, ab ins Bett, um halb 9 machen wir das Licht aus.

Seelöwen
Seelöwen


Alcatraz
Alcatraz

2. Tag, Donnerstag, 05.05.2016:
Nach dem Frühstück mit Kaffee aus der Gemeinschaftsküche laufen wir, diesmal abwärts, zum Civic Center, dann mit der BART bis Fremont (50min), weiter mit dem Taxi zu Cruise America. Wir sind viel zu früh, es ist 10:30 Uhr, unser Wohnmobil gibts erst um 13:30 Uhr. Nach dem Ausfüllen der Formulare sagt die Mitarbeiterin, wenn wir es nicht verraten, bekommen wir das Wohnmobil sofort, es wäre schon fertig, was für ein Glück. 2 Camper schenken uns Kaffee, einen Campgroundführer und Toilettenchemikalien, beim AAA holen wir Straßenkarten, im Walmart kaufen wir ein, dort gibt es aber weder Obst noch Gemüse, also müssen wir noch weiter in einen Foodmaxx. Um 14:30 Uhr sind wir mit allen Besorgungen fertig und reihen uns in den Berufsverkehrsstau ein Richtung Osten. Wir fahren bis Buck Meadows, wo wir einen schönen Stellplatz bekommen, gar nicht mehr weit weg vom Yosemite National Park. (gefahrene Strecke: 147 Meilen)

3. Tag, Freitag, 06.05.2016:
Die Wolken hängen tief, wir klettern stetig aufwärts, bis wir kurz vorm Yosemite NP über den Wolken hervorkommen. Wir kaufen den Jahrespass für alle Nationalparks, halten an spektakulären Aussichtspunkten, fahren von 6000ft hinab auf 4000ft ins Yosemite Valley. Auf dem Campground haben wir Glück, es sind noch wenige Plätze frei, wir bekommen Stellplatz 86 in den Upper Pines. Im Visitor Center erhalten wir Infos zu Wanderungen, laufen zuerst zu den Lower Yosemite Falls, einem Must-Do im NP. Dann gehts ein Stück auf dem Valley Loop Trail, ein Reh grast so dicht bei uns, dass das Tele das falsche Objektiv ist. Wir laufen die Wanderung Richtung Upper Yosemite Falls bis zum Columbia Rock, 1 Meile, 1 Stunde, 1000ft Höhenunterschied. Der Weg ist äußerst anstrengend, aber mit sensationellen Ausblicken über das gesamte Tal, das Wetter wechselt ständig, es regnet, dann wieder strahlender Sonnenschein. Der Rückweg ist rutschig, kräftezehrend, unten angekommen müssen wir noch am Visitor Center vorbei bis zum Parkplatz, insgesamt 5 Stunden sind wir gewandert, für den 1. Tag vielleicht etwas viel. Aber die Eindrücke, die hohen Felsen, die sattgrünen Farben, all das war die Mühe wert. Am Campground werden wir über hungrige Schwarzbären belehrt und wie alles Essbare weggeschlossen werden muss. Nach dem Abendessen sind wir so platt, dass wir uns kaum noch bewegen können, nur abspülen und Müll entsorgen muss noch gemacht werden wegen der Bären. Es fängt stark zu regnen an. (gefahrene Strecke: 42 Meilen, Gesamtstrecke 189 Meilen)

4. Tag, Samstag, 07.05.2016:
Wir fahren zur Reservierungsstelle des Campground, um 1 Nacht zu verlängern, selbst für Sonntag Abend sind nur wenige Stellplätze frei. Am Parkplatz der Yosemite Lodge stellen wir den Camper ab, laufen über die Swinging Bridge zum Valley Loop Trail, einem einsamen Pfad etwas abseits der Straße. Nach wenigen 100m müssen wir mit Baumstämmen und großen Steinen Behelfsbrücken bauen, das Schmelzwasser der Berge fließt reißend mitten über den Weg. Am Cathedral Beach überqueren wir den Merced River, laufen auf der Nordseite wieder zurück, der Regen wird immer heftiger, El Capitan ist in Wolken eingehüllt. Am Camp4 springt ein Specht direkt vor die Kamera, nach mehr als 7km sind wir nach 3,5 Stunden zurück am Camper. Trotz des Regens eine traumhafte Wanderung auf weichem Waldboden mit enormen Felsen rechts und links, auf Fotos lassen sich diese grandiosen Felswände nicht einfangen. Nach einer Siesta fahren wir zum Cathedral Beach, steigen dort erneut auf den Valley Loop Trail ein und laufen gute 3km bis zu den Bridal Veil Falls, enorme Wasserfälle, der Viewing Point liegt mitten in der Gischt. Zurück am Camper sind wir völlig platt, nur noch zurück zum Campground. (gefahrene Meilen 11, gewanderte 9, Gesamtstrecke 200 Meilen)

Specht
Specht


Valley Loop Trail
Valley Loop Trail

5. Tag, Sonntag, 08.05.2016:
Blauer Himmel, die Sonne scheint, aber Conny hat Fieber. Wir lassen den Camper stehen, starten die Wanderung zum Mirror Lake. Langsam geht es auf traumhaftem Waldweg den Tenaya Creek entlang, außer uns ist kaum jemand hier unterwegs, die meisten laufen auf der anderen Flussseite auf geteerter Straße. Um uns herum ragen die Felswände an die 1000m empor, das Wasser ist kristallklar, der Mirror Lake liegt ruhig, friedlich, die Berge spiegeln sich. Leider gibt es am Mirror Lake keine Möglichkeit den Fluss zu queren, wir laufen einen Trampelpfad entlang, der sich immer mehr im Unterholz verliert. Conny will trotzdem nicht umkehren, ein letztes Stück durchs Unterholz, treffen wir an der Felswand auf den richtigen Weg, gehen weiter bis zum Stony Creek, dort gibt es zwei Brücken, das Wasser schießt unter uns über Stromschnellen ins Tal, seltsam, dass so schnell fließendes Wasser so klar ist, dass jeder Stein auf dem Grund erkennbar ist. Auf der Nordseite des Flusses führt uns der Weg zurück zum Mirror Lake, dann über die geteerte Straße zurück zum Campground, 3 1/2-Stunden sind wir unterwegs, Conny ist platt, aber die frische Luft und die Bewegung taten gut. Den Nachmittag dösen wir vor uns hin, es wird wieder kalt, aber es bleibt trocken. (gefahrene Strecke: 0 Meilen)

6. Tag, Montag, 09.05.2016:
Erneut strahlend blauer Himmel, wir verlassen den Yosemite NP, aber nicht ohne etliche Male anzuhalten und Fotos zu schießen. In Fresno kaufen wir im AAA ein Campbook von Woodall, dann gehts in den Target (kaum Lebensmittel, mehr Klamotten und Haushaltsartikel) und in den Foodmaxx. Kurz vor dem Kings Canyon NP fahren wir auf den einzigen Campground auf der Strecke, völlig verwahrlost. Also müssen wir wohl oder übel zurück bis Fresno, auf einen Good Sam RV, endlich wieder duschen, Wasser auffüllen, waschen. Die Außentemperatur beträgt 30°C. (gefahrene Strecke: 151 Meilen, Gesamtstrecke 351 Meilen)

7. Tag, Dienstag, 10.05.2016:
Noch vor 8 Uhr schieben wir uns im Berufsverkehr über den Freeway durch Fresno gen Osten, tanken im Squaw Valley, zügig geht es bergauf zum Eingang des Kings Canyon NP auf 6600 Fuß. Es ist trocken, heiß, wir hatten gebirgige, frischere Temperaturen erwartet. Im Visitor Center kaufen wir eine Wanderkarte, dann fahren wir den Kings Canyon Scenic Byway hinunter zum Kings River auf 3000ft. Die Gebirgsblumen blühen in allen erdenklichen Farben, zauberhafte Landschaft. Wir halten an den Grizzly Falls, machen rast am Canyon View und fahren bis zum Road End. Von dort wandern wir den Zummalt Meadows Trail am Kings River entlang, durch die Meadows, rechts und links riesig hohe Felsen, der Kings Canyon ist einer der tiefsten Canyons der USA. Insgesamt ist der Rundweg 2,4 Meilen lang, dann laufen wir noch 0,4 Meilen zu den Roaring River Falls, wirklich röhrenden Fällen, mehr geht heute nicht. Auf dem Sentinel Campground suchen wir einen schönen Platz, sitzen in der Sonne, der Kings Canyon NP ist ein bezaubernder Park, völlig anders als Yosemite, und völlig anders als wir ihn uns vorgestellt haben. Es war eine richtig gute Idee, bis zum Road End zu fahren und im Cedar Grove zu campen. (gefahrene Strecke: 109 Meilen, Gesamtstrecke 460 Meilen)

8. Tag, Mittwoch, 11.05.2016:
Bei schönstem Wetter fahren wir den Hwy 180 zurück. Wir halten immer wieder an, um die herrlichen Bergblumenwiesen zu fotografieren. Wir machen Halt am Grant Grove und wandern zum General Grant. Dann geht es zum Sequoia NP, riesige Bäume säumen den Generals Hwy. Auf einer Wiese sitzt ein großer Schwarzbär. Auf dem Lodgepole Campground auf 2048 m Höhe sichern wir uns einen Stellplatz direkt am Kaweah River. Wir laufen zuerst den Big Trees Trail rund um ein Sumpfgebiet und können dabei ein Murmeltier beobachten. Danach geht es noch zum größten Baum unserer Erde, dem General Sherman Tree. (gefahrene Strecke: 72 Meilen, Gesamtstrecke 532 Meilen)

Schwarzbär
Schwarzbär


General Sherman Tree
General Sherman Tree

9. Tag, Donnerstag, 12.05.2016:
Eiskalt und wolkenlos – wir fahren noch einmal zum Sherman Tree und wandern den Congress Trail. Danach geht es auf dem Generals Hwy nach Norden. Unser Rastplatz am Montecito Lake ist noch schnee- und eisbedeckt. Danach geht es nur noch abwärts von 7000 ft bis auf 300 ft in Visalia. Riesige Orangenplantagen säumen die Straße. Bei mehr als 30 Grad checken wir auf dem KOA-Campground ein. (gefahrene Strecke: 96 Meilen, Gesamtstrecke 628 Meilen)

10. Tag, Freitag, 13.05.2016:
Unsere Fahrt führt uns heute zuerst durch riesige Obstplantagen, danach geht es steil nach oben durch hügelige Landschaft, bis wir auf 6100 ft den Lake Isabella erreichen. Es ist für uns zu heiß, über 35 Grad zeigt das Thermometer. Leider haben wir uns die heutige Zieletappe etwas anders vorgestellt: der Lake Isabella ist fast komplett ausgetrocknet und kein echtes Highlight. Wir fahren auf den KOA Campground und genießen unser schattiges Plätzchen. (gefahrene Strecke: 123 Meilen, Gesamtstrecke 751 Meilen)

11. Tag, Samstag, 14.05.2016:
Kurz nach Isabella fahren wir über den Walker Pass. Hier erwartet uns eine "ganz andere Welt". Eine wunderschöne Hügellandschaft mit gigantischen Kakteenbäumen. Wir fahren nach Norden auf der US395 entlang der Ostseite der Sierra Nevada. Nachdem wir nicht ins Death Valley abbiegen (dort ist es für Campmobile bereits zu heiß), gehen wir ins Visitor Center in Lone Pine. Ein Ranger erklärt uns die Highlights der Gegend und schlägt uns schöne Wanderungen vor. Auf dem kleinen Campground von Lone Pine mit 48 Stellplätzen tragen wir uns ein und starten unsere Wanderung Richtung Mt. Whitney, mit 14494 ft der höchste Berg der kontinentalen USA (außer Alaska und Hawaii). Die Wanderung ist wunderschön, aber sehr anstrengend. (gefahrene Strecke: 113 Meilen, Gesamtstrecke 864 Meilen)

Kakteen
Kakteen


Mt. Whitney
Mt. Whitney

12. Tag, Sonntag, 15.05.2016:
Heute geht es entlang der Alabama Hills, die oft als Filmkulisse dienten (Iron Man, Django Unchained). In Big Pine biegen wir auf den Hwy 168 ab (Tipp vom Ranger) und schlängeln uns bis auf 3000 m hoch zum Schulman Grove Visitor Center. Allein die Ausblicke schon während der Anfahrt sind jede Mühe wert. Uns erwarten die ältesten Bäume der Welt – ca. 4000 Jahre! Nach 2 tollen Wanderungen durch ursprüngliche Landschaften mit bizarren Bäumen fahren wir spätnachmittags wieder zurück und übernachten in Big Pine. (gefahrene Strecke: 100 Meilen, Gesamtstrecke 964 Meilen)

13. Tag, Montag, 16.05.2016:
Beim Besuch des Visitor Centers in Bishop erfahren wir, dass um diese Zeit der Bishop Creek noch schneebedeckt und für unser RV noch nicht befahrbar ist. Wir fahren die Little Rock Creek Road parallel zur 395 zur Paradise Lodge und wandern den Rock Creek entlang. Danach geht es die "alte Straße", die landschaftlich traumhaft ist, bis zum Campingplatz im McGee Creek. (gefahrene Strecke: 70 Meilen, Gesamtstrecke 1034 Meilen)

14. Tag, Dienstag, 17.05.2016:
Wir fahren die 395 zurück bis Toms Place und biegen ins Rock Creek Valley ein. 9 Meilen geht es ständig bergauf bis auf 2900 m – traumhafte Ausblicke! Das letzte Stück bis zum Trailhead zum Little Lake Valley ist gesperrt. Wir versuchen es zu Fuß, aber es sind zu viele Schneefelder, wir müssen aufgeben. Ein weiterer Wanderweg geht direkt am Parkplatz los, wir nehmen diesen und versuchen hier unser Glück. Auch hier sind viele Schneefelder, nach einer Stunde treten wir den Rückweg an. Nach einem leckeren Kaffee mit Apfelkuchen und Vanilleeis im Tom´s Place geht es bis zum Parkplatz am Convict Canyon Trail auf 2200 m Höhe. Nach einem kleinen Anstieg liegt der Convict Lake vor uns, im Hintergrund schneebedeckte Gipfel. Wir umwandern den See, danach buchen wir uns direkt am Campground ein, 2230 m – der bisher höchste Campground. (gefahrene Strecke: 44 Meilen, Gesamtstrecke 1078 Meilen)

Schnee im Rock Creek Valley
Schnee im Rock Creek Valley


Stellplatz am Convict Lake
Stellplatz am Convict Lake

15. Tag, Mittwoch, 18.05.2016:
Nach unserem Frühstück im Freien erfahren wir im Visitor Center in Mammoth Lakes, dass die Zufahrtstraße zum Crystal Lake wegen Schnee gesperrt ist. Somit fahren wir die Lake Mary Road bis zum Twin Lake und wandern dort am See entlang bis zu den Wasserfällen, die durch die Schneeschmelze besonders spektakulär sind. Die Kulisse ist wirklich atemberaubend schön, wir sind auf 2400 m und haben kein Wölkchen am Himmel. Danach geht es über den June Lake Loop bis zum Silver Lake. Nach einer kurzen Rast geht es auf der Dirt Road (abenteuerlich schlechte Straße) bis zum Parker Lake Trailhead. Steil geht es nach oben, insgesamt 230m, entlang herrlicher Wildblumenwiesen. Durch Espenwälder mit den gigantischen Jeffrey Pines führt unser Weg bis zum glasklaren Parker Lake. Danach fahren wir in Lee Vining auf den Campground. Abends geht’s noch zur Sonnenuntergangsstimmung an den Mono Lake. (gefahrene Strecke: 90 Meilen, Gesamtstrecke 1168 Meilen)

Eichhörnchen
Eichhörnchen


Tufas am Mono Lake
Tufas am Mono Lake

16. Tag, Donnerstag, 19.05.2016:
In aller Früh geht es nochmal zum Mono Lake, diesmal bei strahlendem Sonnenschein. Die Tufas sehen völlig anders aus. Es wird immer stürmischer, inzwischen wird gewarnt, dass LKWs und Wohnmobile nicht fahren sollten. Wir versuchen trotzdem über den Tioga Pass zu fahren. Die Windböen sind jedoch so stark, dass wir umkehren und nach Lee Vining auf den Campground zurückfahren. (gefahrene Strecke: 36 Meilen, Gesamtstrecke 1204 Meilen)

17. Tag, Freitag, 20.05.2016:
Heute weht nur noch ein leichter Wind, um 7.00 Uhr verlassen wir Lee Vining. Die Fahrt geht auf landschaftlich schöner Strecke gen Norden zum Lake Tahoe. Leider ist es dort doch sehr touristisch und es gibt nur wenige Möglichkeiten direkt an den See zu kommen. Inzwischen ist es bitterkalt, auf unserer Wanderung zum Tallac Point fängt es zu schneien an. Dadurch müssen wir unsere geplante Wanderung zu den Cascade Falls nach einer Stunde abbrechen und gehen zum Wohnmobil zurück. Wetterbedingt bekommen wir einen schönen Platz auf dem Fallen Leaf Campground, der bei schönem Wetter total ausgebucht wäre. Ende Mai – Neuschnee in Kalifonien auf 1960 Metern! (gefahrene Strecke: 156 Meilen, Gesamtstrecke 1360 Meilen)

Stellplatz am Lake Tahoe
Stellplatz am Lake Tahoe


Lake Tahoe
Lake Tahoe

18. Tag, Samstag, 21.05.2016:
Morgens haben wir im Wohnmobil noch 2 Grad, aber wolkenlosen herrlich blauen Himmel. Wir fahren nochmal zum Inspiration Point und machen tolle Fotos. Nach ein paar kleinen Wanderungen rund um den Lake Tahoe erfragen wir den Straßenzustand und fahren bei Schneetreiben wieder zurück Richtung Tioga Pass. In Walker übernachten wir und hoffen, dass der Tioga Pass am nächsten Tag immer noch offen ist. (gefahrene Strecke: 91 Meilen, Gesamtstrecke 1451 Meilen)

19. Tag, Sonntag, 22.05.2016:
Bereits um 7.00 Uhr sind wir wieder unterwegs und fahren gen Süden. Leider erfahren wir auf den elektronischen Anzeigetafeln am Straßenrand, dass der Tioga Pass während der Nacht wegen Schneefall wieder schließen musste. Wir entscheiden uns für eine Wanderung am Lundy Lake. Auf übelster Schotterpiste fahren wir bis zum Trailhead. Wir werden belohnt von einer der schönsten Touren in diesem Urlaub, das Wetter ist jetzt traumhaft, wir überqueren viele reißende Bäche, teils auf Steinen oder wackligen Baumstämmen. Danach fahren wir wieder auf den Campingplatz, wir entschließen uns noch eine Nacht in Lee Vining zu bleiben. (gefahrene Strecke: 90 Meilen, Gesamtstrecke 1541 Meilen)

20. Tag, Montag, 23.05.2016:
Tatsächlich, die Straße ist offen, kurz nach 7 Uhr quälen wir unser Wohnmobil unter blauem Himmel bis auf 3031m hinauf, außer uns ist noch kaum jemand unterwegs. Der Tioga Lake ist zugefroren, neben der Straße türmen sich die Schneemassen meterhoch, die Tuolumne Meadows stehen völlig unter Wasser. Am Tenaya Lake lässt sich ein Murmeltier fotografieren, dann geht es stetig abwärts ins Yosemite Valley, dort parken die Autos in 2. Reihe, um Fotos zu schießen. Bei der Campground Reservation werden wir auf die Warteliste gesetzt, Position 21, um 15 Uhr müssen wir vor Ort sein. Mit dem Shuttle fahren wir zu Happy Isles, wandern zu den Vernal Falls, 1,2 Meilen einfach, 300 Höhenmeter, steil, inmitten einer Völkerwanderung, was für ein Unterschied zu unserem 1. Besuch, und heute ist Montag, kein Wochenende. Um 15 Uhr stehen wir nervös vor der Registration, 19 Plätze sind zu vergeben, ungewöhnlich viele. Und tatsächlich, etliche von der Liste sind nicht da, als Nummer 14 ergattern wir einen Stellplatz, etliche andere gehen leer aus, was haben wir für ein Glück. Wir laufen noch einmal zum Mirror Lake, direkt mystisch ist die Stimmung in der Abenddämmerung, rechts und links von uns riesig hohe Felswände. (gefahrene Strecke: 78 Meilen, Gesamtstrecke 1619 Meilen)

21. Tag, Dienstag, 24.05.2016:
In der Nacht wurde der Tioga Pass wegen des Schneefalls wieder geschlossen, aber jetzt scheint die Sonne, wir starten unsere Wanderung auf dem Valley Loop um 8 Uhr am Camp4. Bis 10 Uhr begegnen wir keiner Menschenseele, ein toller Weg, insgesamt 11km, ein junger Hirschbock steht im Unterholz, lässt sich von uns nicht stören. Wir halten an einem einsamen Parkplatz, essen zu mittag, als plötzlich im Unterholz ein hellbrauner Schwarzbär auftaucht, gräbt und frisst, was für ein Abschied! Wir nehmen die Ausfahrt Richtung Mariposa, es schüttet, dann fahren wir die 49 nach Norden über etliche Serpentinen, zeitraubend. Um 18:15 sind wir endlich in Pleasanton am Campground, packen, duschen, ein langer traumhafter Tag geht zu Ende. (gefahrene Strecke: 190 Meilen, Gesamtstrecke 1809 Meilen)

Wanderung am Lundy Lake
Wanderung am Lundy Lake


junger Hirsch
junger Hirsch

22. Tag, Mittwoch, 25.05.2016:
Noch 20 Meilen Fahrt bis zu Cruise America, dann mit dem Taxi zum Bahnhof und entspannt mit der BART an den Flughafen, um 15 Uhr hebt unser Flieger Richtung Frankfurt ab. (gefahrene Strecke: 20 Meilen, Gesamtstrecke 1829 Meilen)

23. Tag, Donnerstag, 26.05.2016:
Ankunft in Frankfurt, der Urlaub ist zu Ende.

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