Rundreise um Los Angeles

Joshua Tree - Valley of Fire - Death Valley

Zeitaufwand: 1 Woche
gefahrende Kilometer: ca. 1700
beste Jahreszeit: Winter

1. Tag, 27. Dezember:
Um 8 Uhr sitzen wir zu viert in Shanns PKW mit 2 Koffern, 4 Rucksäcken und unzähligen Tüten voller Lebensmittel und Küchengeräte. Wir haben ein großes Wohnmobil gemietet, um mit unserer Tochter und unserem Schwiegersohn eine Woche durch die Wüsten Kaliforniens zu reisen. Der Highway ist überraschend leer, liegt wohl an den Feiertagen, erst kurz vor Moturis stehen wir kurz im Stau. Unser gemieteter 29'-Camper ist nicht vorrätig, wir werden auf einen 31'-RV (9,30m) mit Slide-Out upgegraded. Gegen 11 Uhr ist alles eingeräumt, erklärt und geklärt, wir stellen uns im Stau hinten an, wechseln den Freeway und fahren gen Osten. In Redlands holen wir im AAA Campbook und Kartenmaterial, dann geht es über Yucca Valley in den Joshua Tree NP. Die Felsen werden sensationell beleuchtet im Abendlicht, aber noch haben wir keinen Stellplatz. Der erste Campground ist voll, für den 2. ist unser Auto zu lang, erst im Jumbo Rocks finden wir einen freien Platz, eigentlich ein Parkplatz für Zeltcamper, den wir uns mit einem Pärchen teilen, das ihr Zelt aufstellt.

2. Tag, 28. Dezember:
Die Nacht ist kalt, im Camper haben wir 5°. Um 6.00 Uhr stehen wir alle auf und klettern auf die gigantischen Felsbrocken, um den sensationellen Sonnenaufgang zu fotografieren. Nach 1½ Stunden laufen wir wieder zum Camper und machen uns ein leckeres Frühstück. Danach fahren wir zum Ryan Montain. Dick eingemummelt starten wir. Der Weg ist steil, aber gut zu laufen und die Ausblicke sind herrlich. Auf dem Gipfel erwartet uns ein beeindruckendes Panorama bei klarster Sicht. Nach dem Mittagessen geht es weiter bis zum 49 Palm Trail. Leider sind wir etwas spät dran, denn die Palmenoase liegt schon im Schatten. Ein sehr schöner Panoramaweg!

3. Tag, 29. Dezember:
Es stürmt und regnet die ganze Nacht. Wir fahren zum Skull Rock, zum Split Rock und zum Arch Rock. Aufgrund des Regens und des eisigen Windes beschränken wir die Wanderungen auf das Nötigste. Wir entscheiden uns für die lange Fahrt durch die Mojave-Wüste bis nach Las Vegas. Auf dem Campingplatz wird ausgiebig geduscht und die Vorräte wieder aufgefüllt.

Joshua Tree National Park

49 Palm Oase

Eisenbahn auf der Fahrt nach Vegas

4. Tag, 30. Dezember:
Wir verlassen Las Vegas in nordöstlicher Richtung und fahren zum Valley of Fire Statepark. Dieser Park ist nicht sehr bekannt, jedoch wirklich wunderschön. Die erste Wanderung führt uns zum Mouse´s Tank. Auf dem Parkplatz fotografieren wir Big Horn Sheeps aus nächster Nähe. Danach geht es zu den White Domes. Leider können wir den Loop nicht vollenden, da der Canyon unter Wasser steht. Marina und Shann laufen trotzdem barfuß durchs knietiefe eiskalte Wasser. Zum Abschluss laufen wir noch durch den Fire Canyon, im Abendlicht werden die Felsen herrlich angestrahlt. Ein sehr romantisch gelegener Campground erwartet uns am Atlatl Rock.

5. Tag, 31. Dezember:
Nachts friert die Wasserpumpe ein, die Toilette ist verstopft und der Slideout ist ebenfalls eingefroren und kann nicht eingefahren werden. Wir müssen warten, bis die Sonne kräftig genug ist, um wieder alles aufzutauen. Dann fahren wir zum Elephant Rock und klettern den Hang hinauf. Keine Wolke ist am Himmel, azurblau und eiskalt.
Über Las Vegas fahren wir nun den Hwy 95 Richtung Norden. Die Ghosttown Johnnie ist ein Reinfall! Kurz vor Sonnenuntergang sind wir am Zabriskie Point im Death Valley NP. Der Campground ist nicht schön, wir stehen dicht an dicht im Furnace Creek. Wir kochen ein besonders leckeres Essen für Shanns Geburtstag und halten bis 24.00 Uhr durch. Wir sind anscheinend die einzigen Menschen auf dem Campground, die auf Silvester anstoßen – überall ist es dunkel!!

6. Tag, 1. Januar:
Wir stehen früh auf und verlassen eilig den Campground, denn wir wollen gemütlich frühstücken ohne den Generatorenlärm. Am Parkplatz vom Golden Canyon Trail ist es herrlich einsam, wir lassen uns das Essen schmecken, bevor wir zur Wanderung aufbrechen. Zuerst geht es hinab zum Canyon, dann geht es langsam hinauf, die Farben werden immer prächtiger. Nach einem sehr steilen und extrem schmalen Anstieg auf den Kamm einer riesigen Sanddüne werden wir mit einem sensationellen Ausblick belohnt. Es geht weiter durch den Gower Gulch bis in die Badlands. Nach 3,5 Stunden sind wir wieder am Camper – eine unglaublich schöne Tour.
Weiter fahren wir dann noch zum Salt Creek und zu den Sand Dunes. Hier erleben wir einen fantastischen Sonnenuntergang.

Canyon im Whitedome

Eingang zum Death Valley

Badwater Basin

7. Tag, 2. Januar:
Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Süden auf der Badwater Road bis zum ersten Stopp: Natural Bridge mit einer kurzen Wanderung entlang der Canyonwand. Dann geht es weiter bis Badwater. Eine riesige ausgetrocknete Salzpfanne 85m unter dem Meeresspiegel, wir machen tolle Fotos und fahren anschließend zu den Ruinen der Ashford Mill. Hier rasten wir für unser Mittagessen, denn wir haben noch eine lange Fahrt vor uns bis zum KOA-Campgound in Yermo.

8. Tag, 3. Januar:
Unglaublich, es schneit! Auf dem Highway liegen die Schneemassen, der Verkehr staut sich auf die nächsten 20 Meilen. Wir müssen über den 4200 Fuß hohen Pass! Kaum sind wir unter 500 Höhenmeter angekommen, ist alles grün und die Sonne empfängt uns in L.A.

Wir sind 1100 Meilen in 1 Woche gefahren, haben sensationelle Fotos gemacht und haben trotz der Kälte viele wunderschöne Wanderungen unternommen. Die Wintermonate sind eine echte Alternative für den Besuch der Nationalparks in Kalifornien und Nevada.


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