Süd- und Nordinsel Neuseeland
Christchurch - Mt. Cook - Queenstown - Milford Sound - Westküste - Abel Tasman - Mt. Taranaki - Tongariro - Rotorua - Coromandel - Auckland
Zeitaufwand: 4 Wochen
gefahrende Kilometer: ca. 5000

1. Tag, Samstag, 2. März 2013: Um 11 Uhr startet unsere Lufthansamaschine Richtung Vancouver, der Service an Bord ist spitze. Nach Einreise in Kanada haben wir 6 Stunden Aufenthalt bis uns Air New Zealand nach Auckland bringt, wo wir nach Überqueren der Datumsgrenze Montag Morgen um 5 Uhr Ortszeit ankommen.

3. Tag, Montag, 4. März 2013: Ein letzter Flug von 1 Stunde und wir sind in Christchurch, ein Taxi bringt uns zu Wendekreisen. Unser Toyota Hiace ist Bj. 2004, hat 280000km auf dem Buckel, ist innen aber völlig neu ausgestattet. Als erstes geht es in den Supermarkt, danach den Hwy1 nach Süden bis Rakaia, 60km Fahrt, weiter schaffen wir es heute nicht, der Jetlag und der mangelnde Schlaf machen sich bemerkbar. Wir räumen unseren Camper ein, dann wird gekocht, geduscht, es gibt ein Bier und wir liegen um 18:30 im Schlafsack, es ist taghell, aber saukalt.

4. Tag, Dienstag, 5. März 2013: Um 6 Uhr stehen wir auf, es ist noch stockfinster, um 7:30 sind wir auf der Straße. Kurz vor 10 kommen wir in Timaru an, laufen ein bisschen an der Bay entlang, gehen in eine riesige Voliere mit etlichen bunten Vögeln. Bei einem Kaffee im Freien entscheiden wir aufgrund des klaren, heißen Wetters doch erst zum Mount Cook zu fahren. Der nächste Halt ist am Lake Tekapo an der Church of the Good Shepherd, dann fahren wir zum Observatorium auf dem Mt. John. Weiter gehts zum Lake Pukaki, auch er liegt türkis in der Sonne, Mt. Cook thront majestätisch am Seeende. Übernachtet wird im Glentanner Park, wir sitzen lange draußen, es ist angenehm warm.


Church of the Good Shepherd
Church of the Good Shepherd

Observatorium
Observatorium

Hooker Valley
Hooker Valley

5. Tag, Mittwoch, 6. März 2013: Erst um 7:30 werden wir wach, es beginnt gerade hell zu werden. Nach 20km Fahrt erreichen wir Aoraki Village, los geht die Wanderung ins Hooker Valley. 2 Hängebrücken werden überquert, der Weg geht entlang des Mueller Lake unterhalb von Mueller Glacier, immer wieder klart es auf, dann wieder eisiger Wind, ständig wechseln wir die Klamotten. Am Hooker Lake ist es kalt, wir machen kurz Rast, dann steigen wir zurück ins Tal. Nach 3 1/2 Stunden sind wir zurück, fahren eine Schotterpiste zum Tasman Glacier, der vor 10 Tagen gekalbt hat. Nach steilem Anstieg erreichen wir den Tasman Lake Lookout, der See ist voller riesiger Eisberge. Immer wenn die Sonne durch die Wolken blitzt, glitzern die Eisberge bläulich, mehrere Boote sind auf dem See unterwegs. Beim Abstieg sehen wir die Blue Lakes, die eher grün sind und im Hintergrund den türkis schimmernden Lake Pukaki. Auf dem White Horse Hill Campground suchen wir uns einen Stellplatz, heute gibt es weder Strom noch Duschen.

6. Tag, Donnerstag, 7. März 2013: Aufstehen 6:30, um 8 Uhr marschieren wir los zum Kea Point. Ab und zu lassen die Wolken einen Streifen offen, Mt. Cook und verschiedene Gletscher sind zu erahnen, mehr ist aber zu dieser frühen Stunde nicht drin. Wir starten die Wanderung Richtung Mueller Hut, unser Ziel sind die Sealy Tarns. Anfangs ist der Weg hübsch, mitten durch dichten Wald, dann beginnen Stufen. Nach 220 Höhenmetern beschließen wir umzukehren, bis zu den 2 Seen fehlen uns noch knapp 300 Höhenmeter, ausschließlich auf Treppenstufen macht das keinen Spaß. Auf dem Rückweg klart der Himmel auf, wir können tolle Fotos machen, das Panorama ist überwältigend, unglaublich wie gigantisch diese Gletscher sind. Wir fahren noch mal zum Tasman Glacier, steigen bis zum Aussichtspunkt, bei wolkenlosem Himmel sehen die Eisberge sensationell aus. Anschließend wandern wir noch zu den Blue Lakes, dann gibts leckeren Salat an den Picknicktischen am Parkplatz. Die Fahrt führt über Twizel, wo wir tanken und einen Kaffee im Freien genießen, und Omarama entlang des Lake Aviemore bis Kurow im Waitaki Valley, wir sitzen in kurzen Hosen draußen, es ist superwarm.

7. Tag, Freitag, 8. März 2013: Bereits nach kurzer Fahrt erreichen wir die Elephant Rocks, der Himmel ist wolkenlos, das Licht sensationell, die meiste Zeit sind wir alleine, klettern auf den Felsen herum. In Oamaru besuchen wir das Visitor Center für die Blue Penguins. Beobachten kann man diese Zwergpinguine aber erst nach 20 Uhr, wenn sie an den (beleuchteten) Strand kommen, fotografieren ist verboten. Auf dem Lookout laufen wir ein wenig, dann gehts zum Lighthouse, hier gibt es Yellow-Eyed-Pinguine..... aber auch erst abends. Nach dem Supermarkt fahren wir den SH1 Richtung Süden bis zu den Moeraki Boulders. Es nieselt, der Himmel ist dunkelgrau, nach ein paar Fotos fahren wir zum Campground in Hampden. Der neue Besitzer, Alex aus der Schweiz, gibt uns den Tipp, nach Moeraki ans Lighthouse zu fahren, dort kommen zwischen 17 und 19 Uhr die Gelbaugenpinguine an den Strand. Und tatsächlich, wir können einige Exemplare aus nächster Nähe fotografieren, ohne Tour, ohne Eintritt, ein Pinguin hat sein Nest für die Nacht direkt am Weg gefunden.


Elephant Rock
Elephant Rock

Moeraki Boulders
Moeraki Boulders

Pinguin
Pinguin

8. Tag, Samstag, 9. März 2013: Fahrtag, wir schlafen aus, die Duschen sind sensationell, bisher die mit Abstand besten sanitären Anlagen. Nach einem kurzen Stopp an den Moeraki Boulders biegen wir in Palmerston Richtung Landesinnere ab, fahren über Ranfurly bis Alexandra, wo wir in einem Park Mittagspause machen. Im i-Site erfahren wir, dass es im Fjordland am Montag Nachmittag zu regnen aufhören soll, in Queenstown sind es die nächsten Tage beständig 25° bei Sonnenschein. Also ab nach Queenstown, am Lake Dunstan entlang über Cromwell durch die Kawarau Gorge, wir kaufen Obst an einem Stand und Käse in einer Käserei in Gibbston. In Queenstown holen wir im i-Site eine Wanderkarte und fahren am Lake Wakatipu entlang bis Glenorchy, dem Gateway to Paradise. Um wenigstens etwas Bewegung zu bekommen, laufen wir den Glenorchy Walkway durch die Wetlands, knapp eineinhalb Stunden. Die Duschen am Campground starten lauwarm, um bei eingeschäumtem Kopf auf Gletschertemperatur zu wechseln.... die Kopfhaut tut weh, bei 32$ für den Stellplatz hatten wir wärmeres Wasser erwartet.

9. Tag, Sonntag, 10. März 2013: Wir fahren hinter Glenorchy zuerst geteert, dann auf Schotter bis Kinloch, danach geht es auf abenteuerlicher Piste durch 3 Flüsse bis zum Carpark am Greenstone River. Unsere Wanderung zum Lake Rere startet mit einer Hängebrücke, an deren Ende wir von einem panischen Schaf fast über den Haufen gerannt werden. Das Schaf flüchtet über die Brücke, kommt dann zurückgerannt, wir öffnen das Gatter. Irgendwie übersehen wir bei dieser Aktion das Hinweisschild des Trails, so dass wir den falschen Weg nehmen. Nach über einer Stunde endet der Weg, wir sind am falschen Flussufer, also entweder zurück oder durch den Fluss. Conny steht hüfttief im Wasser, ich verfrachte Portemonnaie und iphone von der Hose in die Jacke, die Strömung ist stark, die Steine glitschig, irgendwann sind wir drüben, leeren die Schuhe, wringen die Socken aus. Der weitere Weg ist traumhaft, meist durch Wald auf schmalen Pfaden am Greenstone River entlang. Am Lake Rere machen wir Rast, kommen irgendwann an den Lake Wakatipu und laufen über Farmland zurück zur Hängebrücke, einmal müssen wir einen großen Bogen machen, weil eine Kuh den Weg nicht freigibt. Nach knapp 7 Stunden sind wir zurück am Camper, auf dem Carpark ist Freedom Camping erlaubt, also suchen wir einen schönen Platz, legen die Wanderschuhe zum Trocknen aus und die Füße hoch. Wir sind kaputt, aber die Wanderung war sensationell, abends gibts ein Bier unter freiem Himmel, traumhaft.

10. Tag, Montag, 11. März 2013: Um 6:30 stehen wir auf, außer uns hatte niemand hier übernachtet. Sobald es hell wird, hat die Romantik allerdings ein Ende, Hunderte Sandflies machen sich über uns her, zerbeißen alle Hautstellen, die nicht verdeckt sind. Wir machen uns schnellstens zur Abreise fertig, durch den ausgeklappten Tisch steht aber die Campertür offen, wir sind eine Viertelstunde damit beschäftigt, Sandflies an den Scheiben zu zerdrücken. 8 Uhr ist das Auto fast fliegenfrei, wir fahren zurück, durchqueren die 3 Furten und fahren zum Lake Sylvan Carpark. Neben uns fließt der Dart River, hier liegt Isengard. Die Wanderung beginnt natürlich mit einer Hängebrücke, dann geht es durch vermoosten, wunderschönen Rotbuchenwald bis zum Lake Sylvan, ein Stück vom See entfernt liegt Lothlorien. Nach 2 Stunden sind wir zurück am Camper, fahren durch Glenorchy nach Queenstown, kaufen im Visitor Center des DOC genaue Wanderkarten. Dann nix wie raus aus der Stadt gen Süden, nach gut 2 Stunden sind wir in Te Anau, in Frankton haben wir noch eine gute alte Dampflokomotove fotografiert. Wir tanken, kaufen ein, waschen, kochen, heute geht es früh ins Bett, morgen um 5:30 klingelt der Wecker, damit wir vor den Reisebussen Richtung Milford Sound loskommen.


Panoramastraße nach Glenorchy
Panoramastraße nach Glenorchy

Freedom Camping
Freedom Camping

Dampflokomotive
Dampflokomotive

11. Tag, Dienstag, 12. März 2013: Noch vor 6:30 sind wir auf der Straße, zuerst im Dunkeln, ab 7:15 dämmert es, wir werden bis zur Divide von ganzen 5 Autos überholt. Die Landschaft um uns ist wunderschön, es geht noch einmal nach oben und durch den einspurigen Homer-Tunnel schräg nach unten, steil hinab bis zum Milford Sound. 8:30 kommen wir dort an, es ist noch ruhig, der Himmel fast wolkenlos. Auf der Encounter Nature Cruise sind noch Plätze frei, den anschließenden Besuch im Discovery Center bekommen wir zum halben Preis. 10:15 legen wir ab, ein kleines Schiff, vielleicht 40 Personen an Bord. Das Wetter ist traumhaft, wir sehen Seals und Sea Lions, das Wasser ist spiegelglatt, selbst draußen auf der Tasman Sea kaum Wellengang, das ist sonst wohl anders. Auf dem Rückweg plötzlich 2 Crested Penguins an der Wasseroberfläche, was für ein Glück. Nach 2 Stunden sind wir am Discovery Center, einem schwimmenden Bau, 4 Stockwerke tief unter Wasser. Nach kurzer Einführung gehen wir nach unten und schauen die Unterwasserwelt an. Im Februar 2013 gab es 55mm Regen, der regenärmste Februar vorher war 1964 mit 145mm, daher ist die Frischwasserschicht kaum vorhanden, das Wasser hell. Normal gibt es 3-4m Frischwasser, das Salzwasser darunter ist von oben geschützt, es herrschen Tiefseebedingungen, es ist dunkel. Sowohl Discovery Center als auch Schifffahrt waren superinteressant, wir sind froh, uns für diese Tour entscheiden zu haben. Als wir an Land kommen, ist die Hölle los, der Busparkplatz ist voll, nix wie raus hier. Wir fahren zur Chasm, essen, ein Kea lauert auf Abfälle. Nach einer kurzen Wanderung zu den Fällen geht die Fahrt weiter, wir biegen ab auf die ungeteerte Hollyford Road, 17km, dann ein kurzer Trip zu den hohen Humboldt Falls. Der letzte Halt ist am Lake Gunn, dort wandern wir durch dunklen Buchenwald. Um 19 Uhr sind wir zurück am Campground, auch die Rückfahrt war entspannt, die Straße leer, alle Busse schon zurück, ein wundervoller Tag.


Lady Bowen, unser Schiff im Milford Sound
Lady Bowen, unser Schiff im Milford Sound

Unterwasserfenster im Discovery Center
Unterwasserfenster im Discovery Center

Milford Sound
Milford Sound

12. Tag, Mittwoch, 13. März 2013: Um 20 nach 8 springen wir ins Watertaxi, werden für 25$ p.P. zur Brod Bay gefahren und wandern ein Stück des Kepler Tracks zurück nach Te Anau, ein traumhafter Weg am See entlang durch vermoosten Wald. Im Wildlife Center werden Takahe Rallen, Keas, Kakas und andere Vögel aufgepäppelt, dann gehts an der Uferpromenade zurück zum Camper, Dauer 3 Stunden. Die Fahrt geht über Queenstown, Cardrona nach Wanaka, einkaufen, kochen, der Campground ist voll, aber Wifi ist kostenlos.

13. Tag, Donnerstag, 14. März 2013: In Wanaka checken wir erstmals unser Öl, dafür müssen wir 2 Klammern lösen und den kompletten Beifahrersitz inkl. Mittelkonsole anheben, darunter befindet sich der Motor. Die Fahrt geht entlang Lake Hawea und Lake Wanaka über den Haast Pass auf landschaftlich wunderschöner Strecke an die Westküste. In Haast biegen wir links ab und fahren 50km bis Jackson Bay, dort wandern wir eine halbe Stunde zum Ocean Beach. An der Küste leben Crested Penguins, momentan sind aber alle im Meer auf Futtersuche. Dann gehts zurück nach Haast, wir halten am Knights Point, dann auf einen Kaffee auf der Lachsfarm am Lake Paringa, bis wir in Fox Glacier zum Lake Matheson abbiegen. Die Wolken geben immer wieder Mt. Cook und Mt. Tasman frei, als wir an der Reflection Island ankommen, sind alle Wolken weg. Leider geht aber ein leichter Wind, die Wasseroberfläche kräuselt sich, das Spiegelbild ist nicht klar, aber man kann ja nicht alles haben. Auch der Blick vom View of Views ist sensationell, auf dem Rückweg verschließen die Wolken die Sicht, hüllen die Berge komplett in Nebel ein, was hatten wir für ein Glück. Auf dem Top10 Campground in Fox grillen wir uns ein leckeres Steak.

14. Tag, Freitag, 15. März 2013: Ohne Frühstück gehts um halb 8 zum Lake Matheson. Das Wasser ist spiegelglatt, die Berge fast frei, schon wieder so ein Glück. Wir umrunden den See komplett, je weiter wir laufen, desto mehr kommt die Sonne raus, die Berge stehen im Gegenlicht. Im Cafe am Parkplatz gönnen wir uns das Backpacker Breakfast mit Eiern und Speck, dann fahren wir zum Franz-Josef-Gletscher, laufen 1km zu Peters Pool, wieder reißen genau im richtigen Moment die Wolken auf. Nächster Halt ist in Okarito, wir fahren mit dem Kayak 2 Stunden durch die Lagune, sehen weiße Reiher, Austernfischer, Shags, paddeln bei einlaufender Flut, es ist sehr flach, immer wieder setzen wir auf, müssen uns mit den Paddeln quasi wieder ins Freie staken. Wir fahren den Tidal Creek entlang bis unter der Straßenbrücke hindurch, ganz ruhig steht das Wasser im Regenwald, traumhaft. Der Rückweg ist dann etwas beschwerlicher, da wir permanent gegen die Strömung paddeln müssen. Zur Belohnung gibts Kaffee und Tee, was für ein herrlicher Trip, dumm bloß, dass wir die Sonnencreme vergessen hatten, Conny hatte ein langärmliges Hemd an, ich nicht... Danach fahren wir durch dichten Regenwalddschungel bis Hokitika, wir grillen das 2. Steak, lecker.


Lake Matheson
Lake Matheson

Peters Pool
Peters Pool

Kanufahrt in der Okarito Lagoon
Kanufahrt in der Okarito Lagoon

15. Tag, Samstag, 16. März 2013: Die Fahrt an der Küste ist spektakulär, immer wieder halten wir an, um zu fotografieren, riesige Wellenberge brechen an die Felsen. In Punakaiki wandern wir den Pororari River Loop. Vom Visitor Center geht es erst 1km den SH6 entlang, dann 1km Schotterstraße ins Inland. Die Flussdurchquerung, auf die wir uns so gefreut haben, fällt aus, da 2010 eine Hängebrücke errichtet wurde. Der Pfad durch den dichten Regenwald ist wunderschön, die letzte Stunde geht es am Pororari River entlang, traumhaft. Nach knapp 4 Stunden sind wir wieder am Camper, besuchen noch kurz die Pancake Rocks, dann geht die Fahrt an der spektakulären Küste weiter. Ein letzter Halt an der Seal Colony am Cape Foulwind, dann fahren wir am Buller River durch sein malerisches Tal entlang bis Murchison. Der Riverview Campground ist arg heruntergekommen, also doch der Kiwi, diesmal mit Strom, die Kameras müssen geladen werden.

16. Tag, Sonntag, 17. März 2013: Die erste Fahrt führt uns zum Lake Rotoroa, es regnet, wir wandern den Braeburn Walk durch märchenhaften Buchenwald bis zu einem Wasserfall, brauchen eine gute Stunde für den Weg. Dann fahren wir zum Lake Rotoiti, dem anderen Zugang zum Nelson Lakes NP und wandern den Loop Track. Ein traumhafter Weg, um uns herum hören wir Bell Birds und den Regen, der auf die Blätter prasselt, der Boden um uns ist aber immer noch trocken, so dicht ist das Blätterdach, bei jedem Schritt wippt der Waldpfad unter uns. Nach über 2 Stunden sind wir zurück am Visitor Center, trinken einen Kaffee in der Alpine Lodge in St. Arnaud, fahren nach Motueka und buchen bei Wilsons unseren Abel Tasman Ausflug für den nächsten Tag. Auf dem Kaiteriteri Holiday Park mieten wir uns für 2 Nächte ein, es hört zu regnen auf.

17. Tag, Montag, 18. März 2013: Wir lassen den Camper stehen und laufen zum Strand, gehen an Bord der Voyager, mit uns ein paar Touristen und ein kompletter Schuljahrgang samt Lehrern. Die Fahrt ist ruppig, Sonne und Regen wechseln sich ab, an der Bark Bay, am Medlands Beach steigen wir aus, beginnen unsere Wanderung auf dem Abel Tasman Coastal Track. Die erste Abzweigung führt uns zum South Head, einem schönen Lookout. Bald darauf ist die Hängebrücke über den Falls River erreicht, ein echtes Highlight. Der Himmel ist bewölkt, ideales Wanderwetter, immer wieder schaut die Sonne durch die Wolken. Wir hatten uns beide sehr auf diese Wanderung gefreut, aber dass der Weg so abwechslungsreich, traumhaft, mit sensationellen Ausblicken gespickt ist, hatten wir nicht mehr in Erinnerung. Wir rasten am Halfway Pool und an der Torrent Bay, die wir nach 3,5 Stunden erreichen. Aufgrund der Flut laufen wir um die Torrent Bay herum und erreichen nach knapp 6 Stunden die DOC-Hütte an der Anchorage Bay. Raus aus den Wanderstiefeln, Tevas an, eine halbe Stunde später kommt unser Schiff, wir sitzen ganz alleine auf dem Oberdeck, die See ist rau, wir bekommen eine Breitseite und sind pitschenass. Am Campground fängt es zu regnen an, später schüttet es, der Regen prasselt die ganze Nacht aufs Camperdach, was für ein Glück wir auf unserer Wanderung hatten.

18. Tag, Dienstag, 19. März 2013: In aller Ruhe wird geduscht, gewaschen, es regnet nicht mehr, sogar die Sonne scheint, dann verlassen wir Kaiteriteri, kaufen an der Straße einen Sack Äpfel für 2$ und gehen in Motueka in die i-Site. Wir buchen die Fähre um 18:30 Uhr, die anderen sind etwas knapp in der Zeit. Die Fahrt nach Picton bringen wir so schnell wie möglich hinter uns, kurz nach 13 Uhr sind wir am Fährterminal und können umbuchen auf die 14:25-Fähre von Interislander. Das Wetter macht zu, in leichtem Niesel verlassen wir die Südinsel. Dann wird das Wetter immer besser, wir gehen an Deck, genießen eine traumhafte Kreuzfahrt durch die Marlborough Sounds, auf der Abendfähre hätten wir diese Landschaft gar nicht sehen können. In der Cook-Strait wird die Fahrt extrem ruppig, die Gischt spritzt über die Fähre hinweg, unser Campervan steht im Freien und wird geduscht. In Wellington sind alle Scheiben mit Salz verkrustet, der Scheibenwischer packt die Scheibe nicht sauber. Im hektischen Stadtverkehr flüchten wir auf dem SH1 gen Norden, kaufen ein und finden einen schönen Stellplatz auf Rasen in Paekakariki, unsere erste Nacht auf der Nordinsel, es geht ein eisiger Wind.


Pancake Rocks
Pancake Rocks

Torrent Bay
Torrent Bay

Fährfahrt durch die Marlborough Sounds
Fährfahrt durch die Marlborough Sounds

19. Tag, Mittwoch, 20. März 2013: Um 7:30 Uhr sind wir bereits unterwegs, wir wollen ein Permit für Kapiti Island besorgen. Leider öffnet das Visitor Center in Paraparaumu erst um 9 Uhr, da legen aber bereits die Schiffe im 5km entfernten Paraparaumu Beach ab, also fahren wir weiter. Das Nga Manu Nature Reserve in Waikanae öffnet erst um 10 Uhr, irgendwie ist das nicht unser Morgen. Auf dem Highway kurz vor Levin dann plötzlich ein Schlag, ein pflaumengroßer Stein trifft die Windschutzscheibe, innen fliegen kleinste Scherben. Wir halten an einer Werkstatt, dort versichert man uns, dass wir weiterfahren können, womöglich trifft uns nach einem Austausch (300$, 4 Stunden) noch ein Stein und wir müssen nochmal tauschen. Die nette Dame saugt unser Auto, wir telefonieren mit Wendekreisen, dann gehts weiter. In Waverley trinken wir einen Kaffee, gönnen uns ein Stück Kuchen, die Sonne scheint. Kurz nach Patea kommt Mt. Taranaki ins Bild, majestätisch thront er über der Landschaft. In Hawea gehen wir ins i-Site, holen Wanderkarten, dann fahren wir nach Dawson Falls. Mt. Taranaki ist wolkenumhüllt, auf 900 Höhenmeter starten wir unsere Wanderung, Wilkies Pools Loop, 2,3km lang durch herrlich mystischen Regenwald, alles ist bemoost und voller Farne, ein traumhafter Weg. Ab den Pools wird es matschiger, zweimal müssen wir Bäche überqueren und über die Steine springen, plötzlich taucht hinter uns der Berg auf, wolkenfrei präsentiert er sich, was für ein Anblick. Diese Wanderung gehört zu den schönsten, die wir in Neuseeland bisher gemacht haben. Im Tal zurück laufen wir durch die Holland Gardens, entlang wunderhübsch angelegter Gärten, fotografieren Blüten und wieder Mt. Taranaki, der sich wieder einzuhüllen beginnt. Unseren Campground finden wir diesmal in Stratford, wo alle Straßen nach Figuren aus Stücken von Shakespeare benannt sind, was für ein schöner Tag das noch geworden ist.


Steinschlag in der Windschutzscheibe
Steinschlag in der Windschutzscheibe

Bachüberquerung auf dem Wilkies Pools Loop
Bachüberquerung auf dem Wilkies Pools Loop

Mt. Taranaki
Mt. Taranaki

20. Tag, Donnerstag, 21. März 2013: Der Himmel ist völlig wolkenfrei, stolz erhebt sich Mt. Taranaki über die Landschaft, ein traumhafter Anblick. Wir fahren die Ostzufahrt hinauf, auf das Stratford Plateau, auf 1100m, hier oben bieten sich tolle Ausblicke ins Tal, wir sehen auf 2 Seiten die Tasmansee und in der Ferne die Gipfel des Tongariro National Park. Der Weg zum Manganui-Skigebiet startet hier, tief hinein müssen wir in eine Schlucht, erst durch einen Tunnel, dann auf schmalem Pfad entlang, auf der anderen Seite zurück bis zur Lodge, immer noch thront Mt. Taranaki wolkenfrei über uns. Wir laufen noch 45 Minuten weiter auf dem 'Around the Mountain Circuit', immer eng am Hang, teilweise sehr matschig, Richtung Tahurangi Lodge, der Weg bewegt sich ständig auf knapp 1300m. Nach knapp 4 Stunden sind wir zurück am Camper, der Berg ist kaum noch zu sehen, Wolken hüllen ihn ein. In Stratford trinken wir Kaffee, schreiben Emails, dann fahren wir zum Lake Rotokare. 2 elektrische Schleusentore müssen wir durchfahren, das gesamte Gebiet ist von einem raubtiersicheren Zaun umgeben, hier gibt es Kiwis, Tuis, Bellbirds und andere gefährdete Vögel. Wir umrunden den See zu Fuß, 4,2km, brauchen weit mehr als 2 Stunden, fotografieren einen Tui, der für uns singt, und immer wieder die riesig hohen Farnbäume, der Weg führt durch dichten, dunkelgrünen Regenwald, traumhaft schön, eine wunderschöne Wanderung. Zurück gehts dann nach Stratford, auf den gleichen Stellplatz wie am Tag zuvor.

21. Tag, Freitag, 22. März 2013: Nach dem Tanken fahren wir den Forgotten World Highway, 150km von Stratford bis Taumarunui, erster Halt ist am Aussichtspunkt am Stratmore Saddle, Mt. Taranaki zeigt sich nochmal in voller Pracht. Nach dem Whangamomona Saddle durchfahren wir die unabhängige Republik Whangamomona, nach 80km gehts durch einen einspurigen Tunnel. Wir fahren die 16km lange Abzweigung zu dem Mt. Damper Falls, wandern 1km zu den Fällen. Die Fahrt durch die atemberaubende Tangarakau Gorge ist nicht asphaltiert, danach gehts wieder durch liebliche Hügellandschaften, Auenland. Auf einer Lavendelfarm trinken wir Kaffee, 6 Stunden haben wir für den Highway gebraucht. Von hier gehts den SH4 Richtung National Park (die Stadt heißt so), weiter Richtung Whakapapa Village auf 1140m, seit Taumarunui haben wir ständig die 3 Vulkane Mt. Tongariro, Mt. Ngauruhoe (den Schicksalsberg) und den Mt. Ruapehu mit fast 2800m im Blick. Auf dem Campground mieten wir uns für 2 Nächte ein.


Stratford Plateau
Stratford Plateau

Tui
Tui

Whangamomona
Whangamomona

22. Tag, Samstag, 23. März 2013: Wir lassen den Camper auf dem Campground stehen, laufen zum Visitor Center des Tongariro National Park und von dort am Chateau vorbei durch Buchenwald zu den Taranaki Falls. Mt. Ruapehu hat einen Wolkenkranz auf dem Gipfel, ganz zeigt er sich nicht, aber das Wetter ist ideal zum Wandern. Oberhalb der Fälle stehen keine Bäume mehr, es geht zwischen Büschen und Steinen, überzogen mit Flechten hindurch zum Lower Tama Lake auf 1240m, immer näher kommen wir an Mt. Ngauruhoe heran. Steil geht es dann bergauf, auf 1440m, zum Viewpoint für den Upper Tama Lake, der angekündigte Wind bleibt aus, das Panorama dort oben ist sensationell, bedrohlich erhebt sich der Schicksalsberg über die Szenerie. Nach 6,5 Stunden und 17km sind wir zurück am Visitor Center, morgen wollen wir den Tongariro Crossing laufen, leider ist aufgrund vulkanischer Aktivitäten die zweite Hälfte des Wegs komplett gesperrt, es geht nur hoch, dann wieder zurück. Der Parkplatz fasst nur 60 Fahrzeuge, ist er voll, wird die Zufahrtstraße gesperrt, was heute morgen um 6:30 Uhr passiert ist. Weil wir nicht mit dem Shuttle fahren wollen, um unabhängiger mit unserer Wanderzeit zu sein, wird also der Wecker auf kurz vor 5 gestellt, der Campground um 1 Nacht verlängert.

23. Tag, Sonntag, 24. März 2013: 4:50 Uhr geht der Wecker, Conny sieht eine Maus im Camper. Wir fahren erstmal los, um 5:45 Uhr stehen wir auf dem Parkplatz Mangatepopo, wir sind bei weitem nicht die Ersten. Die Maus sitzt im Vorratsschrank, beim Versuch sie mit Besen und Eimer zu fangen, gelingt ihr die Flucht unter den Fahrersitz, weg ist sie. Nach gemütlichen Frühstück starten wir dann um 7:30 Uhr auf 1140m Höhe, laufen durchs Mangatepopo Valley, 200 Höhenmeter auf den ersten 4,4km. Mit uns sind Hunderte Wanderer unterwegs, Völkerwanderung. Dann geht es auf den Mangatepopo Saddle, innerhalb kürzester Zeit 300m nach oben, wir stehen im South Crater, den wir durchwandern, Mt. Tongariro und Mt. Ngauruhoe thronen wolkenfrei links und rechts von uns. Am Ende des Kraters ein richtig steiler Anstieg, teils glitschig, rutschig, zum Klettern, dann feines Geröll, beim Aufstieg rutschen wir immer wieder aus, wie soll das beim Abstieg werden? Conny will fast aufgeben, setzt den Rucksack ab, legt ihn an einen Stein, kraxelt ohne weiter, endlich sind wir oben, 1886m. Der rote Krater sieht sensationell aus, es zischt, Dampf steigt auf, unter uns die Emerald Lakes, in der Ferne Blue Lake. Hier, nach 8,5km, heißt es umkehren, vorsichtig gehen wir den halsbrecherischen Abstieg an, lassen immer wieder andere passieren, um nicht von Ausrutschenden mitgerissen zu werden. Unterwegs sammeln wir Connys Rucksack auf, die Sonne brennt erbarmungslos. Nach dem Abstieg vom Mangatepopo Sattel statten wir den Soda Springs noch einen kurzen Besuch ab, dann folgen wir dem Mangatepopo Stream bis zum Parkplatz, die 17km mit mehr als 700m Höhenunterschied schaffen wir in gut 8,5 Stunden, was für eine sensationelle Wanderung. Zurück auf dem Campground wird der komplette Camper ausgeräumt, die Maus lässt sich nicht blicken.

24. Tag, Montag, 25. März 2013: Sie ist aber noch da, hat die Chipspackung durchgebissen, wir legen einen Köder aus Käse im Vorratsschrank. Nach dem Verlassen des Campgrounds parken wir 100m weiter und starten die Wanderung zu den Silika Rapids, 7km. Der erste Fluss sieht aus wie Gold, so sind die Steine gefärbt, dann geht es durch einen Sumpf, dann wieder durch dichten Wald. Endlich kommen die Stromschnellen ins Blickfeld, wir sind enttäuscht, dafür sind wir hierher gelaufen? Wir gehen weiter, noch ein bisschen bergauf, plötzlich tauchen sie auf, die richtigen Rapids, tatsächlich wie mit weißer Creme überzogen, bezaubernd, wunderschön. Wir halten noch an den Tawhai Falls, schöne Fälle, nach kurzem Weg, noch tun unsere Beine von gestern weh, vielleicht waren die 7km am Morgen doch zuviel. Wir fahren nach Ohakune, trinken Kaffee (mit Free Wifi), dann fahren wir die Bergstraße von Süden auf Mt. Ruapehu zu. Nach 11km beginnt unser Nachmittagsausklangspaziergang, 4km bis zu den Waitonga Falls, mit 39m die höchsten Fälle des Parks. Die ersten 1,3km geht es von 1235m hoch auf 1330m, dann über einen Sumpf und die letzten 700m wieder runter auf 1240m, hätten wir das geahnt... Die Fälle sind dann die totale Enttäuschung, aufgrund des trockenen Wetters der letzten Wochen tropft ein Rinnsal die 39m hinab. Der Rückweg ist kräftezehrend, ab dem Sumpf geht es dann glücklicherweise bergab. Auch der nächste Wasserfall, Manghwero Falls, ist ausgetrocknet. Auf der Rückfahrt fotografieren wir ein witziges Warnschild eines abhebenden Radlers, dann gehts östlich von den Vulkanen auf dem SH1 bis Turangi auf den Kiwi Campground.


Tongariro Crossing
Tongariro Crossing

Silika Rapids
Silika Rapids

abhebender Radler
abhebender Radler

25. Tag, Dienstag, 26. März 2013: Wir schlafen aus, sind erst um 10 Uhr auf der Straße, von unserem Mitbewohner war nachts nichts zu hören. Am Lake Taupo halten wir in Motuoapa, fotografieren schwarze Schwäne und die Klippen, danach hangeln wir uns von Picknickplatz zu Lookout bis Taupo, tanken, besuchen die i-Site, dann gehts zu den Huka Falls. Wir rasten direkt am Waikato Fluss, einem wunderschönen Platz, fahren zu den Craters of the Moon, wandern 1 Stunde durch dampfende Fumarolen und blubbernde Schlammlöcher herum. Nach einem Cappuccino fahren wir noch an den Aratiatia Damm, noch eine Viertelstunde bis die Fluttore des Damms geöffnet werden. Mehrere Sirenen, doch nichts passiert..... nach einer gefühlten Ewigkeit beginnt sich langsam der Wasserfall in eine Stromschnelle zu verwandeln, irgendwie hatten wir uns das dramatischer vorgestellt, wenn plötzlich Wassermassen statt eines Rinnsals durch die Rapids rauschen. Unser Campground liegt heute in Golden Springs, wir entspannen in einem natürlichen Pool mit 36° warmen Wasser, ein Thermalstrom fließt durch unseren Campingplatz. Abends sitzen wir draußen, ohne Jacke mit kurzen Ärmeln, bis die Moskitos uns nach innen treiben.

26. Tag, Mittwoch, 27. März 2013: Nach knapp 20km Fahrt erreichen wir Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, Morgennebel liegt über den Kratern. Wir laufen den ersten Weg, sehen die verschiedensten Farben, überall zischt und brodelt es, unglaublich, wie nahe wir an die Sachen herankommen. Um halb zehn setzen wir uns ins Auto und fahren ein Stück bis zum Lady Knox Geyser, eine Tribüne ist aufgebaut, die sich schnell füllt. Um 10:15 Uhr taucht ein Moderator auf, der ewig lang Geschichten erzählt, dann Seife in den Geysir wirft, um die Eruption zu starten. Kurz darauf fängt er zu spucken an, naja, das ist uns zu touristisch, künstlich. Wir fahren zurück, nehmen den Walk erneut in Angriff, es ist voll, aber endlich lichtet sich der Nebel, die Sonne kommt hervor, blauer, wokenloser Himmel, sensationelles Fotografenlicht. Besonders Champagne Pool mit dem roten Rand und Devils Bath mit knalliger, gelbgrüner Farbe haben es uns angetan. Als die meisten Geysirbesucher lange weg sind, laufen wir den Weg ein drittes Mal, fast alleine, was für ein tolles Gebiet, dieser Besuch gehört zu den Highlights des Urlaubs. Abschließend geht es noch an den Mud Pools vorbei, teilweise wird der Schlamm ziemlich weit und hoch verspritzt. An einem See rasten wir, fahren durch Rotorua, trinken Kaffee kurz vor Tauranga und nehmen Kurs auf Coromandel. Es geht durch superenge Kurven recht langsam weiter bis zum Hot Water Beach, den wir kurz nach 19 Uhr erreichen. Hier kann man sich bei Ebbe am Strand ein Loch buddeln, das sich dann mit heißem Wasser füllt. Die nächste Ebbe ist mitten in der Nacht, dann wieder um 14:40 Uhr, da sind wir schon weg. Es wird immer wärmer, wir sitzen in kurzen Hosen draußen bis kurz vor 22 Uhr.

27. Tag, Donnerstag, 28. März 2013: Wir fahren kurz an den Strand, schauen den Surfern zu, dann gehts nach Hahei, wir laufen zum Cathedral Cove, einem schönen Strand mit Steinbogen, Kanufahrer landen an, eine anstrengende Angelegenheit, der Wellengang ist enorm. Auf dem Rückweg gehen wir noch zur Stingray Bay und zur Gemstone Bay, eine ziemliche Kletterei, schweißtreibend, es ist superheiß. In Cooks Beach fahren wir zur Ferry Landing, überblicken die Mercury Bay, dann fahren wir den SH25 nach Whitianga auf den anderen Seite der Bucht, brauchen dafür eine Stunde. In Whitianga wird getankt, Kaffee getrunken, dann gehts über Matarangi nach Coromandel Town über malerische Hänge mit tollen Ausblicken. Wir buchen uns im Shelley Beach Top10 ein, morgen ist Karfreitag, das Osterwochenende steht bevor, Hunderte Kiwis sind mit ihren Booten unterwegs.


Craters of the Moon
Craters of the Moon

roter Rand des Champagne Pools
roter Rand des Champagne Pools

Strand auf der Coromandel-Halbinsel
Strand auf der Coromandel-Halbinsel

28. Tag, Freitag, 29. März 2013: Karfreitag, wir packen, kehren den Camper aus, dumpen, dann machen wir uns auf die letzte Etappe. Die Fahrt durch die Coromandel ist superanstrengend, die Straße saueng mit etlichen uneinsehbaren Kurven. Die Wochenendkapitäne haben offensichtlich beim Verlassen der häuslichen Einfahrt vergessen, dass sie ein Boot hinter sich herziehen. Ab Thames wird die Straße endlich breiter, kurz hinter Miranda machen wir an der Seabird Shore Rast, vertilgen die letzten Lebensmittel und machen uns reisefertig. Auf dem SH1 staut sich der Verkehr in der Gegenrichtung auf mehr als 20km, alle wollen raus aus Auckland fürs Osterwochenende. Wir haben freie Fahrt, biegen kurz hinter dem Flughafen in die Montgomerie Road, geben den Camper bei Wendekreisen ab. Unsere Versicherung beinhaltet die Windschutzscheibe, so ein Glück, die Maus muss irgendwann ausgestiegen sein. Am Flughafen checken wir ein, trinken Kaffee, noch gemütliche 4 Stunden bis der Flieger abhebt. Nach Überschreiten der Datumsgrenze landen wir Karfreitag Vormittag in San Francisco, dann ein weiterer Nachtflug, Ostersamstag kommen wir dann in Frankfurt an, so schnell gehen 4 Wochen zu Ende.

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