Costa Rica

2½ Wochen durch Costa Rica, organisiert von Trails in Kempten


1. Tag, 18. April 2011
Ankunft abends um 21.00 Uhr in San José am Flughafen. Peter, unser Reiseleiter holt uns ab und bringt uns in ein kleines hübsches Hotel.

2. Tag, 19. April 2011
Heute lernen wir den Rest unserer kleinen 6-köpfigen Reisegruppe kennen. Mit dabei sind Ina, Birgit, Ralf und Uwe. Nach einem superleckeren Frühstück geht es mit unserem Busfahrer Ricardo hinauf in den Braulio Carillo NP. Die Vegetation ist dicht und grün, etwas Morgennebel hüllt die wunderbare hügelige Landschaft ein. Unter einer Brücke fließen ein brauner, eisenhaltiger und ein grünblauer Fluss zusammen. Nachmittags kommen wir dann in unserem Hotel in Puerto Viejo an. Am Strand nehmen wir noch ein erfrischendes karibisches Bad, leider finden wir das tolle Riff nicht, das uns Peter versprochen hat.

3. Tag, 20. April 2011
Vor unserem Hotel hängt in der Baumgabel ein Dreizehenfaultier mit Baby. Nach dem Frühstück holen wir Gyula, unseren Guide für den Gandoca-Manzanillo-Park ab. Kaum sind wir im Wald, hören wir schon die ersten Brüllaffen über uns. Gyula erklärt uns die Vegetation, essbare Pflanzen werden verkostet und wir essen Termiten, die nach Nüssen schmecken. Auf unserer Tour sehen wir Blattschneiderameisen, Tukane, Pfeilgiftfrösche, Schlangen, Wolfsspinnen und Bullet-Ants. Nach 7 Stunden im Wald ist unsere tolle Tour zu Ende, ein Sprung ins karibische Meer holt unsere Energie wieder zurück, zumal wir diesmal auch das Riff mit den vielen bunten Fischen sehen.

2 Flüsse im Braulio Carillo Nationalpark
2 Flüsse im Braulio Carillo Nationalpark

Dschungel im Gandoca-Manzanillo-Park
Dschungel im Gandoca-Manzanillo-Park

brüllender Brüllaffe
brüllender Brüllaffe

4. Tag, 21. April 2011
Nach dem Frühstück packen wir unsere Rucksäcke für den Ausflug zu den Yorkins. Der Bus bringt uns nach Bambu, dort werden wir bereits von 2 jungen Yorkins mit ihrem Einbaum erwartet. Es geht ein Stück auf dem Rio Sixaola, dann auf dem Rio Yorkin, der die natürliche Grenze zu Panama bildet, eine gute Stunde stromaufwärts. Immer wieder setzen wir mit unserem Boot auf, denn der Fluss führt zu wenig Wasser. Wir müssen manchmal aussteigen, damit es weitergeht. Das Flussufer wird von einem undurchdringlichen Dschungel gesäumt. Als wir endlich ankommen war Connys Rucksack mit Wasser durchtränkt, da in der schützenden Plastiktüte ein Loch war. Somit sind alle Klamotten einschließlich der Schlafsäcke pitschnass.
Wir wandern durchs Dorf, das ca. 300 Einwohner zählt, vorbei an der Schule, fotografieren Kolibris, üben uns im Bogenschießen und dürfen bei der Kakaoherstellung mithelfen und naschen. Nach dem Abendessen fallen alle todmüde in die kleinen Zelte, die im Rundhaus aufgestellt sind.

5. Tag, 22. April 2011
Heute geht es in Gummistiefeln durch das Talamanca Tal. Wir überqueren den Fluss und erfrischen uns auf Panamaseite in einem kleinen Pool mit Wasserfall. Nach unserer Rückkehr ins Dorf bekommen wir ein sensationelles Mittagessen mit frisch zubereitetem Soursucksaft. Danach geht es leider mit dem Einbaum wieder zurück in die Zivilisation. Dieser 2-Tagestrip war wunderschön, die Yorkins extrem gastfreundlich, wir wären gerne noch länger geblieben.
Unser Busfahrer bringt uns wieder nach Puerto Viejo in Peters Hotel. Nach dem Abendessen bei Elena sehen wir noch einen Wickelbären im Baum herumturnen.

Unser Einbaum auf dem Yorkin-Fluss
Unser Einbaum auf dem Yorkin-Fluss

Conny beim Bogenschießen
Conny beim Bogenschießen

Kakao-Herstellung
Kakao-Herstellung

6. Tag, 23. April 2011
Heute verlassen wir Puerto Viejo und fahren über Limon nach Siquirres, dort biegen wir auf eine 30 km lange Schotterpiste durch die Bananenplantagen. Bei der Packstation von DelMonte machen wir eine kleine Rast und schauen den fleißigen Arbeitern der Fabrik zu. Es geht weiter bis Caño Blanco. Hier wartet bereits unser Boot, das uns durch die Kanäle des Tortuguero NP bis zur Anlegestelle unseres Hotels fährt.

7. Tag, 24. April 2011
Um 4.30 Uhr ist die Nacht zu Ende, wir wollen heute ganz früh los, um mit Barbara, einer deutschen Biologin, per Ruderboot durch die natürlichen Kanäle zu fahren. Wir sehen Brüllaffen, Faultiere, Papageien, Tukane und gut getarnte Echsen. Barbara hat ein gutes Auge und macht uns auf alle Tiere aufmerksam, die wir ohne sie niemals entdeckt hätten. Nach 3 Stunden ist unser Ausflug zu Ende, wir gehen erst mal frühstücken.
Um 10.30 Uhr treffen wir Barbara am Eingang zum Nationalpark. 4 Stunden zeigt und erklärt sie uns Pflanzen und Tiere, vor allem die giftigsten Schlangen, die schönsten Schmetterlinge und immer wieder Brüllaffen. Wir sind begeistert.

gemächliche Fahrt auf den Kanälen im Tortuguero-NP
gemächliche Fahrt auf den Kanälen im Tortuguero-NP

Jesus-Christus-Echse
Jesus-Christus-Echse

2 einheimische Jungs im Tortuguero-NP
2 einheimische Jungs im Tortuguero-NP

8. Tag, 25. April 2011
Rückfahrt mit dem Boot nach Caño Blanco, dann weiter bis zu Minor Camacho und seiner privaten Forschungsstation für Schlangen. Am Spätnachmittag unternehmen wir noch eine kleine Wanderung bis zum Wasserfall, nach dem leckeren Abendessen fallen wir todmüde ins Bett.

9. Tag, 26. April 2011
Um 5.45 Uhr gibt es schnell einen Kaffee im Stehen, dann geht es auch schon los mit dem Bus zum Parque Nacional Volcan Irazu. Wir sind die ersten Besucher und haben Glück, dass die Sonne scheint und sich der Gletschersee im satten Grün zeigt. Kurze Zeit später ist alles im Nebel verschwunden. Der Fußweg zum Gipfel ist schweißtreibend und anstrengend, aber lohnenswert. In Cartago besichtigen wir die Basilica de Nuestra Señora de Los Angeles und die Ruinen der alten Pfarrkirche.

Vulkan Turrialba
Vulkan Turrialba

Kratersee im Vulkan Irazu
Kratersee im Vulkan Irazu

alte Pfarrkirche
alte Pfarrkirche

10. Tag, 27. April 2011
Heute fahren wir zum Vulkan Arenal. Unser erster Halt ist ein kleines Restaurant. Hier lernen wir, welche Köstlichkeiten aus Palmherzen zubereitet werden können. Ob süß oder deftig, alles ist echt lecker. In Muelle sitzen unzählige Leguane im Gebüsch und auf den Bäumen und lassen sich bereitwillig von uns fotografieren. Als wir dann nachmittags in Fortuna ankommen, gehen wir nach einem ausgedehnten Stadtbummel am Abend gemeinsam in die Baldi-Therme. Die 40 67° heißen Becken werden direkt vom Vulkan gespeist.

11. Tag, 28. April 2011
Bereits um 6.30 Uhr fotografiert Conny (noch im Schlafanzug) ein wunderschönes Basiliskenpärchen, das im Garten auf Beutezug geht. Unsere über 4-stündige Wanderung geht heute durch den dichten grünen Wald am Fuße des Vulkans Arenal hoch bis zum Lavafeld von 1992. Eine sensationelle Aussicht erwartet uns. Auf unserem Rückweg werden wir von einem tropischen Regen überrascht, der innerhalb weniger Minuten den Weg in ein kleines Flussbett verwandelt. Wir sind alle nass bis auf die Knochen. Weiter geht es mit unserem Bus durch herrliche Landschaften bis nach Monteverde, das wir erst bei Dunkelheit erreichen.

12. Tag, 29. April 2011
Die erste Wanderung führt auf der Wetterscheide durch dichten Nebelwald. Die Wolken von der Pazifikseite regnen sich hier ab, die Monteverdeseite ist windgeschützt und trockener. 5 Stunden verbringen wir in diesem zauberhaften Wald, fotografieren Kolibris, sehen Tukane und ungiftige Schlangen und eine Vielzahl von unterschiedlichen Orchideen. Der Besuch im Schmetterlingsgarten und eine Nachtwanderung runden den sehr ausgefüllten Tag ab.

Orchidee
Orchidee

Am Fuß des Arenal
Am Fuß des Arenal

grüne Blüte
grüne Blüte

13. Tag, 30. April 2011
Wir verlassen Monteverde und fahren durch sanfte Hügellandschaften Richtung Pazifik. Weiter geht es über die unspektakuläre Interamericana, die letzten Kilometer geht es über eine holprige Schotterpiste bis zum Hotel. Im Nationalpark Rincon de la Vieja gibt es Picknick, danach laufen wir durch den Trockenwald. Die Vegetation ist schon wieder völlig anders, im Unterholz sehen wir die scheuen Agutis. Wir wandern zu den Fumarolen, überall blubbert, zischt und dampft es. Kurz vor Sonnenuntergang überqueren wir eine schmale Hängebrücke und sind zurück am Bus. Ein herrlicher Tag!

14. Tag, 1. Mai 2011
Früh geht es los zu einer erneuten Wanderung im NP Rincon de la Vieja. Beim Überqueren eines kleinen Bachs sehen wir eine riesige Boa, die gerade ihr Essen verdaut. Bergauf, bergab, mal über ausgetrocknete Hügellandschaften, dann wieder im dichten Wald, begleitet von den Gesängen der Vögel und dem Brüllen der Affen erreichen wir einen türkisfarbenen Wasserfall, der zum erfrischenden Bad einlädt. Auf dem Rückweg sehen wir noch bunte Spechte und immer wieder Klammeraffen. Nach 7 Stunden sind wir wieder am Bus, der uns zum Hotel zurückbringt.

einheimischer Reiter
einheimischer Reiter

Fumarolen
Fumarolen

die klassische Würgefeige bei der Arbeit
die klassische Würgefeige bei der Arbeit

15. Tag, 2. Mai 2011
Heute ist Fahrtag, wir müssen die längste Strecke des Urlaubs zurücklegen. Unser erster Halt ist am Rio Colorado. Wir steigen den Canyon hinunter bis zum Fluss. Dann geht es weiter bis Puntarenas. Hier biegen wir ab und fahren die Pazifikküste entlang. Unter einer Brücke liegen riesengroße Salzwasserkrokodile, die faul in der Sonne dösen. Plötzlich sehen wir fliegende Aras, die sich auf einem Baum niederlassen. Unser Busfahrer sucht sich sofort eine Haltemöglichkeit und wir können fast eine Stunde die farbenprächtigen Vögel fotografieren, es kommen immer mehr, im Baum sitzen über 20 Arapärchen. Kurz nach 17.00 Uhr erreichen wir den Manuel San Antonio NP. Zum Sonnenuntergang spazieren wir am Stand entlang und beobachten das bunte laute Treiben im kleinen Örtchen.

16. Tag, 3. Mai 2011
Wir laufen vom Hotel in den Nationalpark, die Temperatur ist um 9.00 Uhr bereits mörderisch. Wir sehen bunte Frösche, Faultiere, Tukane und ein Totenkopfäffchen. Es sind Menschenmassen unterwegs, erst auf einer Nebenroute wird es einsamer und angenehmer. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch, wir wandern zum Strand, aber das Wasser ist so warm, dass es uns keine große Abkühlung verschafft. Dafür sehen wir 2 Waschbären, die sich an die Rucksäcke der Touristen anschleichen. Später streifen auch noch Kapuzineräffchen durch die Bäume. Auf dem Rückweg, den wir kurz vor Sonnenuntergang antreten, sehen wir Agutis, schöne große Echsen und immer wieder Kapuzineräffchen, die uns fast den ganzen Weg begleiten.

Krokodil
Krokodil

zufriedener Waschbär
zufriedener Waschbär

ein Baum voller Aras
ein Baum voller Aras

17. Tag, 4. Mai 2011
Heute genießen wir nochmal ein Bad im Pazifik, dann geht es zurück mit dem Bus bis San José. Ein letztes gemeinsames Abendessen und der Abschied rückt näher, denn morgen geht es zurück nach Deutschland.

Ein wunderschöner Urlaub in einem kleinen, menschenfreundlichen Land mit einer üppigen Tier- und Pflanzenwelt wir werden noch sehr lange davon zehren! An dieser Stelle vielen Dank an Peter, den besten Tourguide, den man sich wünschen kann.

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