Australiens Südwesten - April 2015
Perth - Wave Rock - Esperance - Albany - Perth - Shark Bay - Kalbarri - Pinnacels - Perth
Zeitaufwand: 4 Wochen
gefahrene Kilometer: 5000


1. Tag, Freitag, 10.04.2015: Unser erster Flug mit dem A380, wir bekommen Sitzplätze am Notausgang, die 6 Stunden bis Dubai vergehen im Flug. 3 Stunden Aufenthalt, dann nochmal 10 Stunden bis Perth, das zieht sich schon etwas länger. In Perth stehen wir 45 Minuten zur Einreise, dann nochmal 1 knappe Stunde mit den Koffern am Zoll, 1 Hund beschnüffelt alle Gepäckstücke, bei 4 Fliegern gleichzeitig dauert das eine Weile. Wir tauschen Geld, rufen im Hotel an, draußen schüttet es, der kostenlose Shuttle bringt uns ins Comfort Inn, wir essen zu Abend, trinken ein Bier, ein langer Tag geht zu Ende, wir sind wieder in Australien.

3. Tag, Sonntag, 12.04.2015: Frühstück im Hotel, dann mit dem Taxi zu Cheapa Campa, es schüttet wie aus Eimern. Unser Campervan ist ein Upgrade, ist von Apollo, hat nur 96000km (bei Cheapa mindestens 250000), Mercedes Sprinter, Automatik, Diesel. Ein junges Mädel, das ihren Van gerade zurückgibt, schenkt uns eine Tüte mit Bier, Toast, Ketchup, eine "Karma-Bag". Nach dem Tausch der Scheibenwischer hört der Regen auf, wir kaufen bei Coles ein (öffnen sonntags um 11 Uhr), dann Wein und Bier im Liquor Store. Die Sonne scheint, los gehts auf dem Great Eastern Highway an Mundaring vorbei bis York, der ältesten Inlandssiedlung Westaustraliens. Das Wetter ist traumhaft, wir halten im Avon Park, laufen in die Stadt mit ihren hübschen, historischen Gebäuden. Im Avon Park dürfen Camper 1 Nacht kostenlos stehen, also bleiben wir hier, räumen den Campervan ein, kochen und trinken in kurzen Ärmeln ein Bier im Freien, die Regenwolken sind weg, was für ein schöner erster Urlaubstag. (gefahrene Strecke: 85 km)

4. Tag, Montag, 13.04.2015: Geweckt werden wir von einem Schwarm weißer Kakadus, die kreischend die Bäume am Flussufer belagern. Im Supermarkt kaufen wir Geschirrhandtücher, dann geht die Fahrt durch liebliche Landschaften über Beverley, Brookton, Corrigin und Kondinin gen Osten bis Hyden. Das Wetter ändert sich ständig, Sonne wechselt mit dichten, dunklen Wolken, Galahs und Kragensittische sitzen am Straßenrand, Känguruhs sind nirgends zu sehen. Kurz hinter Hyden checken wir im Wave Rock Caravan Park ein, im Preis für den Campground ist der Eintritt zum Wave Rock enthalten. An der Welle sind wir fast alleine, können schöne Fotos machen, dann klettern wir auf dem Wave Rock entlang. Am Abend sitzen wir lange draußen, genießen Cabernet Merlot aus dem Schlauch. (gefahrene Strecke: 268 km, Gesamtstrecke 353 km)

St. Patricks Church
St. Patricks Church in York

Avon River
Avon River

Wave Rock
Wave Rock

5. Tag, Dienstag, 14.04.2015: Wir duschen, füllen das Wasser im Camper auf, dann gehts noch mal zur Wave. Wir wandern einen schönen Weg zum Hippos Yawn, einem Fels wie ein Nilpferdmaul, dann über einen Salzsee, am Resort vorbei, ca. 5km bis zurück zum Campground. In Hyden wird getankt, dann gehts Richtung Süden, wir haben entschieden, auf den Schlenker über Kalgoorlie zu verzichten. Über Lake King und Ravensthorpe geht es nach Hopetoun durch grüne Landschaften, teilweise blühen die Büsche. Hopetoun liegt am Ostende des Fitzgerald River NP, hier gibt es über 1800 verschiedene Pflanzenarten. Im Visitor Center kaufen wir den WA Holiday Park Pass (4 Wochen Eintritt in alle Nationalparks Westaustraliens) und bekommen den Tipp, direkt im National Park zu campen. Nach kurzem Halt am Meer fahren wir den Hamersley Drive, am Culham Inlet stehen Pelikane, vom Barrens Lookout haben wir tolle Sicht auf den Southern Ocean. Am Hamersley Inlet belegen wir Stellplatz 6 für 10$, es fängt zu nieseln an. Essen können wir noch im Freien, doch dann wird es zu kühl. (272 km, 625 km)

6. Tag, Mittwoch, 15.04.2015: Wolkenloser Himmel, strahlender Sonnenschein, wir laufen vom Campingplatz aus zum Hamersley Inlet, wollen dort die Wanderung zum Hamersley Beach starten. Nach 2 Schritten springt Conny zurück, eine kleine Schlange lag auf dem Weg, ist schnell davongezischt. Kaum beruhigt, schlängelt das nächste Exemplar über den Pfad, kurz darauf eine Gruppe Prozessionsspinner. Wir verlassen den Campground, 25% Steigung müssen wir hinauf, dann fahren wir zum Cave Point, mit tollen Ausblicken aufs Meer, Honigfresser schwirren um uns herum. Wir wandern zum West Beach, schneeweißer Sand, tosende Wellen, wir sind ganz alleine, nur Möwen sitzen auf einem Fels. Am Mileys Beach hockt ein riesiger Reiher im Baum, am Mt. Barren Lookout machen wir Rast. Zu den Pelikanen am Culham Inlet haben sich Reiher, Störche und ein Ibis gesellt, was für ein toller Vormittag. Über die Jerdacuttup Road geht es zum South Coast Highway und dann bis Esperance, wir buchen eine Bootstour für Freitag. Über dem Pink Lake Caravan Park kreist ein Schwarm schwarzer Kakadus. (233 km, 858 km)

Hippos Yawn
Hippos Yawn

>Hamersley Inlet
Hamersley Inlet

Brücke am Mileys Beach
Brücke am Mileys Beach

7. Tag, Donnerstag, 16.04.2015: Unser Ziel ist der Cape LeGrand NP, 60km östlich von Esperance, wir fahren am Frenchman Peak vorbei zur Rossiter Bay. Der Anblick haut uns um, schneeweißer Strand, türkisfarbenes Wasser, dunkelgrüne Landschaft. Wir laufen einen Teil des Coastal Tracks, von der Rossiter Bay über den Mississippi Hill zur Lucky Bay, der Weg ist wunderschön, abwechslungsreich, teilweise über Granitfelsen, aber meist durch grünen, dichten, hüfthohen Busch. Jeder Baum, jeder Strauch blüht anders, kleine Blüten in allen erdenklichen Farben. Plötzlich stehen 2 Känguruhs neben uns, hoppeln erschrocken weg, um sich sogleich wieder neugierig nach uns umzuschauen. Nach 90 Minuten blicken wir von einem Felsplateau auf die 2km lange Lucky Bay hinab, ein traumhafter Blick. Nach knapp 3,5 Stunden sind wir zurück am Camper, fahren 6km Schotter zurück zur Lucky Bay, dort liegen Känguruhs am Strand, lassen sich aus nächster Nähe fotografieren. In Esperance beziehen wir wieder unseren Stellplatz im Pink Lake Caravan Park, auch die schwarzen Kakadus kreisen wieder über uns, die Wolken verschwinden, der Sternenhimmel leuchtet. (144 km, 1002 km)

8. Tag, Freitag, 17.04.2015: Wir verlängern den Campground um eine Nacht, diesmal mit Strom, halb neun sind wir am Jetty und gehen aufs Schiff. Alle Wolken sind weg, die Sonne strahlt, ein herrlicher Tag für eine Bootstour. Anfangs dümpeln wir ein wenig in Strandnähe herum, dann gehts in die Inselwelt des Recherche Archipels. Wir sehen australische Seelöwen und Weißbauchseeadler, die sich Fisch holen, den wir ihnen zuwerfen. Um 11 Uhr legen wir an Woody Island an, es gibt Kaffee, Tee, Gebäck, Sandwiches, danach laufen wir den Summit Trail, eine knappe Stunde, mit tollen Ausblicken auf die Inseln um uns herum. 12 Uhr 30 laufen wir wieder aus, schnorcheln wollte niemand bei 19° Wassertemperatur, es geht im Eiltempo zurück nach Esperance, was für ein toller Ausflug. Wir fahren an den Woody Lake und wandern den Kepwari Wetland Trail, stoppen an den beiden Bird Hides, in der Ferne sitzen Pelikane, nach knapp 2 Stunden sind wir zurück am Camper. Zum Sonnenuntergang fahren wir an den Pink Lake, traumhaft. Am Campground grillen wir ein knappes kg Rumpsteak, das wir vorher eingelegt hatten, dazu gibt es Maiskolben, lecker. (28 km, 1030 km)

Weißbauchseeadler
Weißbauchseeadler

Australischer Seelöwe
Australischer Seelöwe

Sonnenuntergang am Pink Lake
Sonnenuntergang am Pink Lake

9. Tag, Samstag, 18.04.2015: Nachts fängt es zu regnen an, zum Frühstück gießt es wie aus Kübeln, was hatten wir gestern mit der Bootsfahrt für ein Glück. Beim Versuch, Wasserkocher und Toaster gleichzeitig zu verwenden, fliegt uns irgendeine Sicherung um die Ohren. Im Nieselregen fahren wir den Ocean Drive, die Strände lassen sich erahnen, das Meer ist aufgewühlt. Als wir umdrehen, klart es auf, so können wir doch noch an einigen Buchten anhalten, fotografieren und auf Felsen herumklettern. Durch die hohen Brecher sind die Strände aber kaum existent, sondern völlig überspült. Am Rotary Lookout wandern wir 1,5km um den Hügel herum, durch Buschland, über Felsen mit tollen Ausblicken über West Beach und die vorgelagerten Inseln. Dann verlassen wir Esperance auf dem South Coast Highway Richtung Westen, fahren 7km Schotterpiste zum Stoke Inlet und wandern 2,5km auf einem Wanderweg hoch über dem Inlet. Danach geht die Fahrt bis Ravensthorpe, wir checken auf dem örtlichen Campground ein und waschen. (250 km, 1280 km)

10. Tag, Sonntag, 19.04.2015: Wolkenloser, strahlend blauer Himmel, das Herbstwetter in Westaustralien ist schon verrückt. Kurz vor 8 Uhr sind wir auf der Straße, in Jerramungup wird getankt, 11 Uhr sind wir im Stirling Range NP. Wir fahren zum East Lookout und starten auf knapp 500 Höhenmeter unsere Wanderung zum Bluff Knoll, mit 1073m der höchste Berg des Bundesstaats WA. Steil geht es nach oben, über Felsentreppen, die Ausblicke sind atemberaubend. Nach 1,8km und 350 Höhenmetern kehren wir um, der Weg wird zu steil mit zu viel Geröll, aber auch bis hier hat sich die Wanderung gelohnt. Nach etwas über 3 Stunden sind wir zurück am Parkplatz, völlig verschwitzt, es ist 25° warm. Wir essen Salat, trinken Kaffee, dann fahren wir durch den Stirling Range NP Richtung Süden bis Porongurup auf einen idyllischen Campgroung, von Deutschen geleitet, jetzt erst mal duschen. Der Baum neben dem Campervan hängt voller Honigfresser, wir essen im Camp Kitchen und trinken Wein überdacht im Patio, der Sternenhimmel ist überwältigend. (287 km, 1567 km)

11. Tag, Montag, 20.04.2015: Nach 2km Fahrt sind wir im Porongurup NP, ein riesiger Baum wächst mitten aus einem Granitfelsen, der Tree in the Rock. Wir wandern steil bergauf, durch dichten, feuchten Eukalyptuswald bis auf den Nancys Peak, 350 Höhenmeter, die Ausblicke sind fantastisch, wir sehen die Stirling Range mit dem Bluff Knoll, auf der anderen Seite Albany in der Ferne mit der vorgelagerten Halbinsel und dem Meer. Nach knapp 3 Stunden haben wir die Rundwanderung beendet, bis jetzt mit Abstand der schönste Trail des Urlaubs. Wir fahren zum Castle-Rock-Parkplatz, dem 2. Eingang des Parks, essen Salat, dann startet die 2. Wanderung, wieder durch dichten Wald, stetig bergauf, 2,2km bis zum Balanced Rock und dem Karri Lookout, 250 Höhenmeter. Nach einer Kletterpartie über die Granitfelsen, unterstützt von Haltegriffen im Fels geht es eine 7m hohe Leiter nach oben auf den Granite Skywalk auf dem Castle Rock, spektakulär windet sich die Stahlkonstruktion in luftiger Höhe um den Fels, bietet tolle Ausblicke, ist aber nichts für Höhenkranke. Insgesamt 2,5 Stunden dauert die Wanderung, ebenso schön wie die vorige, dieser NP ist unser Lieblingspark. Am Camper gibt es einen Kaffee, plötzlich stehen 2 Känguruhs vor uns im Gras, lassen sich beim Fressen fotografieren, was für ein toller Abschluss dieser Wanderung. Dann gehts zurück auf den Porongurup Range Tourist Park, gefahrene km 17, gelaufene km 10, wir sind völlig platt, genießen den Sonnenuntergang, dann gehts zum Duschen. (17 km, 1584 km)

Porongurup Range Tourist Park
Porongurup Range Tourist Park

Granite Skywalk
Granite Skywalk

Balanced Rock
Balanced Rock

12. Tag, Dienstag, 21.04.2015: Auf der Chester Pass Road sitzen 4 schwarze Papageien am Straßenrand, wir wenden, fahren zurück zum Fotografieren. Sie meckern zwar, lassen sich aber knipsen. Erster Halt ist am Two Peoples NR am Little Beach, einem traumhaften Strand, wir kraxeln auf den Felsen herum, fotografieren Oyster Catcher. Am Visitor Center starten wir die Wanderung auf dem Heritage Trail zum Little Beach, 5km hin und zurück, erst schattig, später durch offenen Busch, anstrengend. Auf der Rückfahrt sitzt ein Waran am Straßenrand, einem Foto entzieht er sich durch Flucht ins Unterholz. Wir biegen ab in den Gull Rock NP, ein Tannenzapfenskink überquert vor uns die Schotterpiste, auch er hat keine Lust fotografiert zu werden. Nach einem Einkauf bei Woolworth checken wir auf dem Big4 Campground am Middleton Beach in Albany ein, hier gibts Free Wifi. Wir laufen am Strand entlang, 3 Galahs und 1 Sittich laufen neben uns, ein paar Fotos gelingen, dann werden die Vögel von einem Hund verscheucht. (128 km, 1712 km)

13. Tag, Mittwoch, 22.04.2015: Wir fahren den Marine Drive mit tollen Ausblicken auf den King George Sound bis in die Innenstadt von Albany zum Visitor Center. Dann geht es rund um Princess Royal Harbour den Frenchman Drive zum Torndirrup NP. Die Gap Road zur Natural Bridge ist geschlossen, weil eine neue Aussichtsplattform gebaut wird, wir fahren zum Stony Hill und wandern zum Peak Head, erst 160 Höhenmeter runter, dann wieder 65 Meter hoch bis zu einem riesigen Granitfelsen am südlichen Ozean. Schweißtreibend ist dann vor allem der Rückweg, zum Abschluss der guten 4km machen wir noch den 600m Rückweg um Stony Hill. Nach einem Kaffee an den Salmon Holes fahren wir auf die Vancouver Peninsula und laufen dort einen Wanderweg, anfangs schön durch Buschland, aber dann verliert sich der Pfad, wir müssen umkehren. In Albany fahren wir auf den Mt. Clarence, den höchsten "Berg" der Stadt, die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum Anzac Day laufen, Bühnen werden aufgebaut. Wir checken am Emu Point ein, grillen Steaks und Maiskolben und kommen mit Michael aus Karlsruhe ins Gespräch, der 3 Monate in Australien ist und alleine von Sydney bis Perth fährt. (77 km, 1789 km)

14. Tag, Donnerstag, 23.04.2015: In der Nacht fängt es zu regnen an, vor dem Camper steht ein Ibis und grast. Wir fahren ein paar Meter zum Emu Point, dem Einlass vom offenen Meer in den Oyster Harbour, dann weiter zum Kalgan River, am Straßenrand Ibisse, Sittiche, Galahs, Känguruhs. Wir tanken, verlassen Albany gen Westen Richtung Denmark und wollen zum Mt. Lindesay NP, aber die Zufahrtsstraße ist eine Dirt Road, nass, rutschig, weit über 10km. Also erstmal nach Denmark ins Visitor Center, aber bei diesem Wetter sind wir beide recht unschlüssig, was wir tun sollen, fahren die Ocean Beach Road am Wilson Inlet entlang bis zum Ende, einem Aussichtspunkt hoch über dem tosenden Ozean, erstmal nen Kaffee. Dann wandern wir den Little River Walk Trail vom Rainbow Close bis zum Inlet Drive, ein Stück des Bibbulmun Track, teilweise durch Gärten, teilweise am Inlet, insgesamt 5km hin und zurück. Wir sehen Pelikane, Reiher, Schlangenhalsvögel, Ibisse, Galahs und hunderte schwarze Schwäne, heute ist Bird Day. Auf dem Big4 Campground bekommen wir einen Stellplatz ganz hinten im Zeltbereich, setzen dann unseren Camper einfach weiter nach vorne, in die Nähe des Camp Kitchen, die Plätze sind zu 5% besetzt. Auf dem Weg zur Dusche versperrt eine ganze Gruppe Känguruhs den Eingangsbereich zum Duschgebäude, teils sehr große, unheimlich im Dunkeln, es ist kalt geworden. (121 km, 1910 km)

15. Tag, Freitag, 24.04.2015: Auf der Wiese sitzen Kragensittiche und picken im Gras herum, da einer der Nachbarn seinen Hund ausführt, fliegen sie aber schnell weg. In Denmark kaufen wir ein, dann fahren wir in den Williams Bay NP zum Greens Pool, einem geschützten Bereich hinter Felsen, an dem die Wellen brechen, im Sommer ideal zum Schnorcheln, aber nicht bei diesem kalten Nieselwetter. Wir klettern über die Granitfelsen zu den Elephant Rocks, einer Felsengruppe, die von oben wie eine Elefantenherde aussieht. In Bow Bridge biegen wir in die Valley of the Giants Road ab zum Tree Top Walk, 40m hoch führt der Boardwalk durch die riesigen Bäume, die uns noch um 30m überragen, es wackelt wie auf einer Hängebrücke. Danach laufen wir den Ancient Walk am Boden, ein schöner Ausflug. Auf dem Hilltop Scenic Drive, einer wunderschönen Dirt Road gibt es einen tollen Lookout auf den Frankland River, außerdem laufen wir 1km bis zum Giant Tingle Tree, einem riesigen Baum. Auch am Circular Pool halten wir, kraxeln auf den Felsen im Frankland River herum, danach gehts ans Walpole Inlet auf den Campground, ein Pelikan schwimmt direkt vor uns herum, ein Laughing Jack sitzt im Baum. (122 km, 2032 km)

schwarze Schwäne
schwarze Schwäne

Elephant Rock
Elephant Rock

Valley of the Giants Road
Valley of the Giants Road

16. Tag, Samstag, 25.04.2015: Bereits um 8:15 Uhr starten wir unsere erste Wanderung vom Campground aus am Walpole Inlet entlang bis zum Sandy Beach am Nornalup Inlet, ein schöner Weg, schmal, durch dichten Wald, insgesamt 2,5km. Nach kurzem Halt in Walpole geht die Fahrt durch Karri-Wälder bis zum Shannon-NP, wir fahren den Great Forest Tree Drive, 22km Naturstraße, wie ein Waldspaziergang, nur im Auto. Die Karribäume haben ihre alte Rinde abgelegt, haben glatte, goldfarbene Stämme. Weiter geht es über Northcliffe bis Pemberton, in einer Bäckerei holen wir sehr zuckerhaltige Kuchenstücke, dazu gibts Kaffee. Im Beedelup NP laufen wir über eine wackelige Hängebrücke zu den Beedelup Falls, um diese Jahreszeit eher unspektakuläre Wasserfälle, dann geht es weiter bis Augusta an der Westküste. Nach Buchung des Stellplatzes fahren wir noch ans Cape Leeuwin zum Leuchtturm, für den Aufstieg ist es allerdings zu spät, also gehts zum alten Water Wheel, tolles Licht kurz vor Sonnenuntergang. Der Campground liegt am Hardy Inlet, der Blackwood River mündet hier, etliche Pelikane sitzen auf Felsen extrem nah am Strand. (305 km, 2337 km)

17. Tag, Sonntag, 26.04.2015: Am alten Wasserrad starten wir um 8:30 Uhr unsere Wanderung, laufen ein Stück des Cape-To-Cape-Tracks bis zum Skippy Rock, durch tiefen Sand, über Granitfelsen, durch Seegras und auf schmalem Pfad durch dichten Busch, abwechslungsreich, aber anstrengend. Um 11 Uhr sind wir zurück und fahren die Caves Road, den Tourist Drive, erster Halt an der Hamelin Bay, schneeweißer Sandstrand. Um 12:30 Uhr machen wir die Tour in die Lake Cave, 300 Stufen nach unten, Guide Rusty erklärt und beleuchtet die Formationen, wunderschöne Stalaktitenfelder, ein riesiger Stalaktitentisch, hängend, 53 Tonnen schwer. Der See ist zauberhaft, wie Kronleuchter schweben die Stalaktiten, wir haben noch nie so eine filigrane Tropfsteinhöhle gesehen, nur die 300 Stufen nach oben machen uns zu schaffen. Weiter gehts auf der engen Straße, sehr anstrengend zu fahren, bis Ellensbrook Homestead, wir laufen einen knappen Kilometer bis zu den Meekadarabee Falls, momentan eher ein Rinnsal. Letzter Halt ist am Cape Clairault, bevor wir in Yallingup einen Stellplatz suchen. Weil Anzac Day auf einen Samstag fiel, ist Montag Feiertag, fast alles ist ausgebucht. Wir finden für 40$ einen Platz auf dem Caves CP, leider ist alles heruntergekommen, die Camp Kitchen schäbig, die Toiletten schmutzig, der teuerste Campground ist der schlechteste. (141 km, 2478 km)

Nornalup Inlet
Nornalup Inlet

Leuchtturm am Cape Leeuwin
Leuchtturm am Cape Leeuwin

Lake Cave
Lake Cave

18. Tag, Montag, 27.04.2015: Ohne Dusche verlassen wir Yallingup und fahren ans Cape Naturaliste. Dort wandern wir das erste Teilstück des Cape-To-Cape-Tracks bis zum Sugarloaf Rock, dem südlichsten Nistplatz des Red-Tail Tropic Bird. Die 3,5km sind komplett asphaltiert, damit auch Rollstuhlfahrer in den Genuss eines Trails an dieser wunderschönen Küste kommen. Am Castle Rock machen wir Halt, dann gehts nach Busselton, der Gang auf der Jetty kostet Eintritt. Auf der Weiterfahrt kommen wir in mehrere Staus, eine Blechlawine rollt zurück nach Perth. Nach kurzem Halt im Yalgorup NP geht es über Rockingham, Fremantle, westlich vorbei an Perth, die Sunset Coast entlang bis Karrinyup auf den Top Tourist Park. Wir sitzen im T-Shirt draußen, saubere Duschen, sauberes Camp-Kitchen und das für 36$. (335 km, 2813 km)

19. Tag, Dienstag, 28.04.2015: Am See auf dem Campingplatz stehen Ibisse, schwarze Schwäne, Blesshühner, etliche Enten und ein Kaninchen. In Gwelup wird getankt und eingekauft, dann gehts durch die Außenbezirke von Perth bis zum Yanchep NP. Unglaublich wie stark sich die Gegend in den letzten 6 Jahren verändert hat, Perth ist um ca. 30km gewachsen, die letzten Häuser grenzen an den Yanchep NP an. Im Park sehen wir Koalas weit oben in den Bäumen, schlafend, Känguruhs auf der Wiese, ein Schwarm schwarzer Kakadus fliegt kreischend durch die Bäume. Wir laufen den Wetland Trail um den See, am Parkplatz springen Kragensittiche im Gras, wir schreiben Postkarten und fahren Richtung Cervantes. Im Nambung NP werden wir von Fliegen überfallen, laufen dennoch 1,2km durch die Pinnacels und machen auch noch den 4km Scenic Drive in der Abenddämmerung, sensationell, durch den bewölkten Himmel gibt es keine Schatten. Ein Emu steht plötzlich vor dem Auto, auch Känguruhs hüpfen durch die Steinsäulen. Im Dunkeln fahren wir die 17km bis Cervantes, checken am Campground ein, mit WiFi-Passwort, direkt nach uns wird die Rezeption geschlossen, 18 Uhr, wir waschen noch. (232 km, 3045 km)

20. Tag, Mittwoch, 29.04.2015: Es regnet leicht, die Fahrt geht über Jurien in den Lesueur NP, erst Gravel Road, dann den Einbahnstraße-Scenic-Drive geteert. Trotz DEET fressen uns die Fliegen auf, wollen in Ohren, Augen, Mund, wir sind nur am Wedeln, decken mit Kopftüchern wenigstens die Ohren ab. Wir wandern den Trail auf den Mt. Lesueur, 80 Höhenmeter, plötzlich stehen 3 Känguruhs keine 2m entfernt von uns, wir 5 erschrecken uns alle, die Känguruhs suchen das Weite. Einige Büsche blühen noch wunderschön, überhaupt ist alles sehr grün, ab und zu tröpfelt es, der Wind vertreibt die Fliegen ein wenig. Nach knapp 2 Stunden sind wir 6km gewandert, gegenseitig abklopfen, dann schnell ins Auto, so wenig Fliegen wie möglich mitnehmen. Wir fahren den Rest des Scenic Drive mit tollen Aussichten bis zum Ozean und über den Park, dann Gravel Road, ein alter und 3 junge Emus flüchten vor uns. In Leeman pumpen wir die Reifen wieder etwas auf, dann geht die Fahrt über den Indian Ocean Drive und den Brand Highway relativ unspektakulär an Dongara vorbei, Geraldton bis Northampton. Die dortige Tankstelle ist abgebrannt, landwirtschaftliche Chemikalien sind über den Campingplatz gelaufen, also fahren wir noch 22km bis Horrocks für einen sensationellen Sonnenuntergang (wenn bloß die Buschfliegen nicht wären). Einheimische erzählen uns von einem Cyclon, dem letzten der Saison, der die Fliegen durch Ostwind bis an die Küste bringt, bei der nächsten Meeresbrise werden die Viecher wieder in den Busch geblasen, wo sie hingehören. Wir sitzen lange draußen, es ist stickig warm, bei Einbruch der Dunkelheit sind auch die Fliegen verschwunden, wir sitzen im Freien und genießen australischen Wein. (336 km, 3381 km)

Conny in den Pinnacels
Conny in den Pinnacels

Emus im Mt. Lesueur NP
Emus im Mt. Lesueur NP

Sonnenuntergang in Horrocks
Sonnenuntergang in Horrocks

21. Tag, Donnerstag, 30.04.2015: Kurz nach 7 Uhr sind wir auf der Straße von Horrocks zurück nach Northampton, tanken, dann fast 200km nichts bis zum Billabong Roadhouse, kurz nach 10 Uhr gibts dort einen frisch gebrühten Kaffee, einen Burger und eine Portion Pommes. Am Overlander Roadhouse verlassen wir den North West Coastal Highway (NWC) und biegen in die Shark Bay World Heritage Site ab. Am Shell Beach wimmelt es von Buschfliegen, am Eagle Bluff weht ein leichter Wind, hier ist es besser. Aufgrund der ungewöhnlich vielen Fliegen werden nur Halbtagestouren in den Francois Peron NP angeboten, ohne Mittagsessen, weil Essen im Freien unmöglich ist. Wir laufen die Strandpromenade, kaufen ein T-Shirt und 2 Fliegennetze, damit lässt sich die Plage ertragen. Auf dem Denham Seaside Tourist Village stehen wir direkt am Meer, erleben einen schönen Sonnenuntergang und können wieder lange draußen sitzen, auch wenn es ab und zu etwas nieselt. (392 km, 3773 km)

22. Tag, Freitag, 1.05.2015: Um 8 Uhr holt uns Keith ab, ein Aborigine, der uns in einem 4WD-Landcruiser in den Francois-Peron-NP fährt, wir sind alleine, eine private Tour, herrlich. Am Peron Homestead Luft aus den Reifen, dann fahren wir zum South-Gregory-Beach, weiter bis zum Cape Peron über rote Sandpisten, gelbe Gipspisten, weiße Salzstraßen an einem See vorbei. Durch den Regen ist es überall sehr grün. Mit Walkie-Talkie ausgestattet laufen wir bis zum Skipjack Point, 1,5km, teilweise ist die Farbe unserer Hemden vor lauter Fliegen nicht mehr erkennbar. Unten am Strand stehen Kormorane, weniges als sonst, da etliche unterwegs sind, Nester bauen. Echsen oder Schlangen lassen sich gar nicht blicken, dazu ist es zu bewölkt, sie bereiten sich schon auf den Winterschlaf vor. Wir halten noch am Gregory Beach, außerdem an einem Sandalwood-Baum, der nach 2 Jahren Trockenheit dieses Jahr wieder blüht, aus den Blüten werden Nüsse, die ähnlich wie Mandeln schmecken. Keith erzählt und zeigt andere Pflanzen, die von Aborigines als Medizin verwendet werden, nach fast 5 Stunden geht ein toller, unterhaltsamer, spannender Ausflug zu Ende. Eventuell wird wegen des Cyclons am Nachmittag der Nationalpark geschlossen, morgen soll er bei Exmouth aufs Festland treffen, dann wird es auch hier regnen, also brauchen wir auch keine Schiffsfahrten zu buchen, wir bleiben im Camper und im Campkitchen, lesen, bearbeiten Bilder, kochen. Der Sonnenuntergang ist wieder traumhaft, der Rauch der kontrollierten Buschfeuer im Süden wird durch Südwinde bis hierher getrieben, was den Untergang noch spektakulärer macht. (0 km, 3773 km)

Billabong Roadhouse
Billabong Roadhouse

Buschfliegen
Buschfliegen

Francois Peron NP
Francois Peron NP

23. Tag, Samstag, 2.05.2015: Abfahrt 7 Uhr, erster Halt am Eagle Bluff. Der Cyclon hat sich wohl "abgeschwächt", die Sonne scheint, schon frühmorgens ist es warm, Känguruhs stehen im Busch. Kurz darauf sitzt ein riesiger Keilschwanzadler (wedge tail eagle) direkt am Straßenrand auf einem Busch und lässt sich beim Fressen fotografieren, so nah hatten wir Adler noch nie, was für ein tolles Erlebnis. Am Billabong Roadhouse wird Rast gemacht, getankt, in Ajana verlassen wir den NWC Richtung Kalbarri, der Planet brennt, wer hat eigentlich was von schlechtem Wetter erzählt? Wir wandern am Ross Graham Lookout runter zum Murchison River und steigen auch am Hawks Head Lookout aus (immer mit Fliegennetz). In Kalbarri wandern wir den Mushroom Rock Loop, 3km in der Nachmittagssonne, ab und zu ein Känguruh, eine schöne Wanderung zum Abschluss des Tages. Das Camp Kitchen im Murchison Caravan Park ist winzig, also kochen wir im Camper, der Himmel ist wolkenlos, die Sterne lassen sich blicken, Galahschwärme kreisen über dem Campground. (410 km, 4183 km)

24. Tag, Sonntag, 3.05.2015: Wir schlafen aus, dann geht die Fahrt in den Kalbarri NP. Die ersten 12km sind mittlerweile geteert, so dass wir nur noch 14km Gravel Road bis zum Parkplatz am Nature Window fahren müssen. Mit 6l Wasser im Rucksack starten wir die Wanderung "The Loop", oben auf dem Kamm, tief unter uns im Canyon der Murchison River, es ist leicht bewölkt, warm, nicht heiß, ohne Fliegennetz wäre die Wanderung aber nicht machbar. Nach 3km kommen wir hinunter zum Fluss und müssen an der gleichen Stelle abbrechen wie vor 6 Jahren, wir müssten auf allen vieren unter einem Überhang hindurch, halb über dem Wasser, dann die Felsen hinauf, also kehren wir wieder um. Zumal ein Schild besagt, dass es ab hier stetig schwieriger wird, was ein späteres Umkehren nicht leichter macht. Am Nature Window treffen wir später 2 Australier, die mit uns an unserem Umkehrpunkt waren, sie erzählen uns, dass das die einzige komplizierte Stelle war, danach ging es auf Sand oder Stein am Fluss entlang. Ein wenig ärgern wir uns, dass wir nicht weiter gegangen sind, trotz allem war die Wanderung wunderschön, das Fenster am Schluss hatten wir für uns allein. Über 4 Stunden waren wir unterwegs, sind schlagkaputt und machen uns auf den Weg zurück nach Kalbarri. Wir checken auf dem Tudor Caravan Park ein, lesen, ein Ringsittich sitzt über uns im Baum, es fängt zu regnen an. Das Campkitchen ist viel größer, sauberer als am Tag zuvor. (76 km, 4259 km)

Känguruhs
Känguruhs

Wedge Tail Eagle
Wedge Tail Eagle

Murchison River
Murchison River

25. Tag, Montag, 4.05.2015: Nachts regnet es etwas, morgens sitzen mehr als 100 Galahs auf der Zeltwiese und trinken das Regenwasser von den Grashalmen. Wir haben entschieden, noch eine Nacht zu bleiben, verlängern den Campground und fahren zum Parkplatz am Grandstand. Dort starten wir die Wanderung auf dem Bigurda Trail, 3,4km bis zur Natural Bridge und wieder zurück. Einzelne Känguruhs stehen im Busch und beäugen uns neugierig, es ist bewölkt und windig, wir können tatsächlich ohne Fliegennetz wandern. Die steilen Klippen sehen spektakulär aus, die Wellen brechen imposant herein, der Island Rock leuchtet in der Sonne. Nach 2 Stunden 20 Minuten sind wir zurück am Camper, essen ein Omelett, füllen die Wasserflaschen nach, 1 Stunden Pause. Dann die nächste Etappe, 4,6km zur Eagle Gorge und wieder zurück, Schwalben umkreisen uns, berühren uns beinahe, ein kleiner Falke steht über uns in der Luft. Auf dem Rückweg Delfine unter uns im Meer, 20, 25 Stück, immer wieder tauchen die Rückenflossen an der Oberfläche auf, was für ein schöner Anblick. Nach 3 Stunden 20 Minuten haben wir auch das 2. Teilstück geschafft, eine traumhafte Wanderung mit immer wieder tollen Ausblicken, extrem abwechslungsreich. Ziemlich kaputt gehts zurück zum Campground, Bilanz des Tages: gefahrene Kilometer 41, gewanderte Kilometer 16. Am Stellplatz erwarten uns etliche Galahs und einige Sittiche. (41 km, 4300 km)

26. Tag, Dienstag, 5.05.2015: Abfahrt 7:40 Uhr, erster Halt Red Bluff, wir laufen 500m bis zum Lookout, dem höchsten Punkt an der Klippenküste, der Himmel ist wolkenlos, die See stürmisch, noch ist es reichlich frisch. 2 Honigfresser landen auf Franks Rücken, verwechseln die rote Jacke mit einer Riesenblüte. Auch am Pot Alley halten wir an, dann verlassen wir den Kalbarri NP, wieder mal eines der Highlights des Urlaubs. Am Pink Lake versuchen wir irgendwo zu halten, um einen guten Blick zu erhaschen, aber wenn wir freie Sicht haben, ist der See blau, weil der Blickwinkel nicht stimmt. Irgendwann finden wir einen Punkt, müssen umkehren, einen kleinen Weg zum See laufen, dort leuchtet er tatsächlich rosa. In Geraldton tanken wir, kaufen ein letztes Mal ein, nächster Halt am Leaning Tree in Greenough. In Dongara laufen wir 4,6km am Irwin River entlang bis zum Meer in die Sanddünen, am anderen Ufer zurück bis in die Stadt und wieder am Fluss entlang bis zum Camper. Im Fluss sind Reiher, Schlangenhalsvögel, Enten, schwarze Schwäne, ein Pelikan, Kormorane, Möwen, die Sonne steht hinter uns, ein Fotografentraum, gute eineinhalb Stunden brauchen wir für die Strecke, dann checken wir auf dem Campground ein, ein grüner Vogel landet auf dem Campingstuhl. (236 km, 4536 km)

Island Rock
Island Rock

Pink Lake
Pink Lake

Reiher
Reiher

27. Tag, Mittwoch, 6.05.2015: Nach einem Rundblick am Obelisk von Port Denison geht die Fahrt nach Süden, Brand Highway, dann Indian Ocean Drive, in Leeman fahren wir an den Jetty und fotografieren Möwen, auch in Jurien fahren wir ans Meer, halten an den Dünen. Im Nambung NP haben wir weder Fliegen noch Wolken, die Pinnacels präsentieren sich völlig anders im hellen Mittagslicht, ein tolles Erlebnis. Später stehen am Highway große Wanderdünen, die sich bis zu 12m pro Jahr bewegen. Nach der Mittagspause in Lancelin geht es weiter zum Yanchep NP, ein Koala sitzt recht tief, lässt sich gut fotografieren. Eine Rangerin erzählt eine halbe Stunde lang Wissenswertes über die Koalas, das Weibchen im Baum streckt sich, öffnet die Augen, klettert herum, sensationell, und über uns kreist ein Schwarm schwarzer Kakadus, dieser Besuch ist der absolute Hammer. In Hillary kaufen wir Tickets für Rottnest Island, donnerstags gibt es ein Special für 49$ statt 85$, die Saison ist vorbei. Übernachtet wird noch einmal im Karrinyup Water Resort direkt am See. (395 km, 4931 km)

Pinnacels
Pinnacels

Wanderdüne
Wanderdüne

Koala
Koala

28. Tag, Donnerstag, 7.05.2015: Aufstehen kurz nach 5 Uhr, um halb 7 stehen wir auf dem Parkplatz am Hillary Harbour, 7:30 Uhr legt die Rottnest Fast Ferrie ab. Im Visitor Center kaufen wir die Bustickets für den Hop-On-Hop-Off-Bus, dann starten wir die Wanderung auf dem Lakes Trail. Schon nach wenigen Metern sitzen die ersten Quokkas am Wegesrand, süße Kreaturen. Der Weg läuft abwechslungsreich an mehreren Salzseen entlang, am Morgen auf der Fähre haben wir noch gefroren wie die Schneider, jetzt brennt die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Nach gut 4km erreichen wir das Vlamingh Lighthouse, laufen weiter zum Strand, warten an einer wunderschönen Bucht auf den Bus, ein riesiger Stachelrochen schwimmt ganz nah am Ufer durchs seichte Wasser. Mit dem Bus geht es ans West End, wir laufen zum Ausguck am Cathedral Rock, New Zealand Fur Seals sitzen auf den Felsen, spielen direkt unter uns im Wasser, ein Pelikan hat das Fischadlernest besetzt. Ganz alleine können wir den Robben zusehen, erst später kommen auch andere Touristen. Der nächste Bus ist ziemlich voll, wir müssen stehen, fahren an der Nordküste entlang bis Thomson Bay, machen Rast mit Blick aufs Meer. Dann laufen wir zum kleineren Leuchtturm und weiter bis Geordie Bay, ein Hühnervogel lässt sich fotografieren. Mit dem Shuttle Bus geht es wieder zurück, eine halbe Stunde haben wir noch, also setzen wir uns auf einen Steg, als plötzlich 3 Adlerrochen unter uns durchs kristallklare Wasser gleiten, was für ein sensationeller Abschluss eines wunderschönen Tages. Die Rückfahrt dauert 50 Minuten, dann gehts zurück auf den Karrinyup Water Resort Caravan Park, die Steaks vom Grill runden den Tag ab. Wir checken online für den Rückflug ein, trinken den Rest Shiraz und genießen den letzten Abend, sitzen lange draußen. (20 km, 4951 km)

Conny und Quokka
Conny und Quokka

New Zealand Fur Seals
New Zealand Fur Seals

Adlerrochen
Adlerrochen

29. Tag, Freitag, 8.05.2015: Ausschlafen, duschen, packen, wir dürfen etwas länger bleiben, Late-Check-Out, an der Rezeption können wir unkompliziert die Boarding Pässe drucken. Wir sitzen am See mit Enten, Ibissen, Gänsen, Blesshühneern und einem ziemlich aufdringlichen Trauerschwan. Die restlichen Lebensmittel verschenken wir an Dauercamper. Auch die Rückgabe des Campers verläuft unkompliziert, wir lassen uns einen 4WD-Camper zeigen, dann gehts mit dem Taxi zum Flughafen. (30 km, 4981 km)

30. Tag, Samstag, 9.05.2015: Nach 2 ruhigen Flügen mit Emirates über Dubai landen wir wieder wohlbehalten in Frankfurt.
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